Belgien wirft Großbank UBS Geldwäsche und Steuerhinterziehung vor

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Die Ermittler haben das Geldhaus im Verdacht, belgische Kunden direkt kontaktiert zu haben, um sie zur Steuerhinterziehung zu verleiten. Foto: Ennio Leanza

Der Schweizer Bank UBS droht erneut Ungemach: In Belgien wird ermittelt. Es ist nicht das erste Mal, dass das Geldhaus in Rechtsstreitigkeiten verwickelt wird.

Brüssel (dpa) - Die belgische Justiz beschuldigt die Schweizer Großbank UBS der Geldwäsche. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Brüssel mit.

Der Bank werden zudem die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie schwere und organisierte Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sie werde als Täter oder Mittäter eingestuft. "UBS wird sich weiterhin gegen unbegründete Anschuldigungen zur Wehr setzen", teilte die UBS der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

"Wir nehmen die Medienartikel zur Kenntnis, die darauf hinweisen, dass im Fall Belgien als nächster Schritt eine offizielle Untersuchung eröffnet wird", so die UBS weiter. Die Ermittler haben das Geldhaus im Verdacht, belgische Kunden direkt kontaktiert zu haben, um sie zur Steuerhinterziehung zu verleiten. An den Untersuchungen waren über ein Rechtshilfeersuchen auch französische Behörden beteiligt.

Die Bank hatte in den vergangenen Jahren schon in einigen Ländern mit teuren Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen. Dabei ging es etwa um mögliche Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Wertschriftenbetrug.

Wegen der Beteiligung an Manipulationen von Devisenkursen hat UBS hohe Vergleichszahlungen an Behörden in mehreren Ländern geleistet. Zur Beilegung im Steuerstreit mit Deutschland und den USA hat die Großbank bereits Hunderte Millionen Euro gezahlt.

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