"Wir wurden falsch informiert"

BER-Aufsichtsrat weist Verantwortung von sich

+
Der Flughafen BER kann möglicherweise Ende 207 eröffnet werden. 

Berlin - Der Hotel-Unternehmer und scheidende BER-Aufsichtsrat Michael Zehden hat eine Verantwortung des Kontrollgremiums für Pannen beim Hauptstadtflughafen zurückgewiesen.

Vor der kurzfristigen Verschiebung der Eröffnung im Mai 2012 sei weder von der Flughafen-Geschäftsführung noch von externen Experten oder Wirtschaftsprüfern „eine Ampel auf Rot gestellt“ worden, sagte Zehden dem „Tagesspiegel“ (Samstag). „Der Aufsichtsrat konnte nicht davon ausgehen, dass so viel noch nicht fertiggestellt ist.“ Er wisse nicht, ob man das Betrug nenne. „Auf jeden Fall wurden wir falsch informiert“, erklärte der Unternehmer.

Zehden will den Aufsichtsrat nach 14 Jahren verlassen. Sein Schritt habe nichts damit zu tun, dass der brandenburgische Rechnungshof die Kontrolle des Bauprojekts jüngst bemängelte, betonte er. Er habe keine Sorgen, sollte die Haftung des Gremiums erneut geprüft werden. „Denn ich habe mir nichts vorzuwerfen, weil ich nach bestem Wissen und Gewissen meine Aufgabe wahrgenommen habe.“ Nach heutigen Erkenntnissen sei eine Eröffnung des Flughafens bis Ende 2017 zu schaffen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft, ob sich in dem Bericht Anhaltspunkte für Straftaten der Verantwortlichen finden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.