Bericht: Bundesbank hatte bei HRE Milliarden angelegt

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Bundesbankpräsident Axel Weber.

Berlin - Eine Pleite des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) wäre nach einem Zeitungsbericht auch die Bundesbank und die Finanzaufsichtsbehörde BaFin teuer zu stehen gekommen.

Die Bundesbank habe ausgerechnet am HRE-Rettungswochenende im vergangenen September selbst rund 2,3 Milliarden Euro bei der HRE angelegt, davon 5 Millionen für die BaFin, berichtet das “Handelsblatt“ (Donnerstag). Die Zeitung beruft sich auf einen als geheim eingestuften Bericht der Bundesbank, der ihr vorliege.

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Bundesbank-Präsident Axel Weber und BaFin-Chef Jochen Sanio müssen am heutigen Donnerstag in Berlin vor dem HRE-Untersuchungsausschuss aussagen. Die Bundesbank habe sich zu dem Thema nicht äußern wollen, schreibt das “Handelsblatt“ weiter. Finanzkreise hätten aber bestätigt, dass es bei den rund 2,3 Milliarden Euro um Vermögen gehe, das das Institut im Auftrag anlegt und betreut. Es seien hauptsächlich Pensionsrückstellungen der Kunden, darunter auch 265 Millionen Euro der Bundesagentur für Arbeit.

Die Aufseher von BaFin und Bundesbank hätten im Herbst vergangenen Jahres zwar gewusst, dass sich die Refinanzierungsstruktur der HRE nach der 2007 erfolgten Übernahme der Depfa kräftig verschlechtert hatte, schreibt die Zeitung. Sie hätten dies in ihren Berichten regelmäßig dokumentiert. Offensichtlich habe die Bundesbank dies aber nicht zum Anlass genommen, ihre Anlagepolitik zu ändern. Aus Sicht von Finanzexperten stelle sich die Frage, ob die Bundesbank nicht in einem institutionalisierten Interessenkonflikt stehe. Sie lege Mittel als Treuhänder bei Banken an, die sie gleichzeitig kontrolliere.

dpa

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