"170 Unternehmen wollen sich verpflichten"

Gebühr für Plastiktüten im Einzelhandel soll kommen

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Derzeit benutzt jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich 71 Tüten.

Berlin - Im Streit um eine Gebühr für Plastiktüten haben sich Politik und Industrie nach einem Medienbericht geeinigt. Eine Selbstverpflichtung der Industrie solle kommen.

Im Streit um eine Gebühr für Plastiktüten haben sich Politik und Industrie nach einem Medienbericht geeinigt. Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Handelsverband (HDE) wollen am Mittwoch eine entsprechende Selbstverpflichtung der Industrie unterzeichnen, berichtet die "SZ".

"170 Unternehmen wollen sich verpflichten", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart der Zeitung. Gebhart ist zuständiger Berichterstatter für Kreislaufwirtschaft im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages.

Ein Sprecher des Handelsverbands sagte, man sei auf gutem Weg. Ein Ministeriumssprecher kündigte eine Pressemitteilung für Mitte nächster Woche an.

Nach einer Vorgabe der EU muss der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten bis zum Jahr 2025 auf 40 Tüten im Jahr sinken. Derzeit benutzt jeder Einwohner Deutschlands im Jahr im Durchschnitt 71 Tüten.

Der Vereinbarung zufolge sollen in einem ersten Schritt 60 Prozent der gut sechs Milliarden Kunststofftragetaschen, die pro Jahr in Deutschland vertrieben werden, kostenpflichtig werden. In einem zweiten Schritt soll die Kostenpflicht bis 2018 auf 80 Prozent erhöht werden.

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