Bericht: IWF senkt Deutschland-Prognose

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Das Logo des Internationale Währungsfonds an dessen Hauptsitz in Washington (Archivbild).

Düsseldorf - Der Internationale Währungsfonds wird einem Zeitungsbericht zufolge seine Wachstumsprognose für Deutschland reduzieren. Auch für die Weltwirtschaft sieht es mau aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird dem „Handelsblatt“ zufolge seine Konjunkturprognose für Deutschland senken. Am kommenden Dienstag, wenn der IWF sein neues Gutachten für die Weltwirtschaft präsentiert, wird er für Deutschland in diesem und im nächsten Jahr nur noch je 0,9 Prozent Wachstum vorhersagen, wie das Blatt (Freitag) berichtet. Im Vergleich zur Juli-Prognose wären dies 0,1 beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte weniger. Auch die Aussichten für die Weltwirtschaft beurteilen die IWF-Ökonomen weniger optimistisch.

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Für dieses Jahr rechnet der Fonds dem Bericht zufolge nur noch mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 Prozent, 2013 soll das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent zulegen. Der IWF revidierte damit seine bisherigen Prognosen um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte nach unten. Wichtig für die Konjunkturaussichten sei vor allem, „ob im Eurogebiet und den USA entscheidende Politikschritte zur Stabilisierung des Vertrauens unternommen werden“, heißt es in dem Bericht, der dem Blatt in Auszügen vorliegt.

Die Wirtschaft im Euroraum wird nach Einschätzung der Ökonomen in diesem Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen, 2013 sei nur mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent zu rechnen. Der Währungsfonds mahne die Bundesregierung vor diesem Hintergrund, weitere Strukturreformen anzupacken, „um das relativ niedrige Niveau der Investitionen und das Wachstumspotenzial der Binnenwirtschaft zu stärken“, schrieb die Zeitung. Zwei Tage nach dem IWF legen auch die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ihr Herbstgutachten für Deutschland vor.

dpa

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