Bericht: Staatsanwaltschaft klagt Vorstände der BayernLB an

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Die Staatsanwaltschaft München will im Zusammenhang um den Skandal der Hypo Alpe Adria Anklage gegen die ehemaligen Mitglieder des Vorstandes der BayernLB erheben.

München - Die Staatsanwaltschaft München hat Berichten zufolge gegen acht frühere Vorstandsmitglieder der BayernLB Anklage im Zusammenhang mit dem Fehlkauf der Hypo Group Alpe Adria erhoben.

Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung“ und der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgaben) wirft die Anklagebehörde Ex-Bankchef Werner Schmidt und sieben weiteren früheren Vorstandsmitgliedern Pflichtverletzungen und Veruntreuung von Bankvermögen vor. Auf dpa-Anfrage äußerte sich die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Barbara Stockinger, am Donnerstag nicht zu den Berichten. Die Angeschuldigten weisen den Blättern zufolge alle Vorwürfe zurück.

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Laut den Berichten halten die Staatsanwälte den Alt-Vorständen vor, die HGAA im Sommer 2007 zu teuer gekauft, ihre Befugnisse missbraucht, Vermögen veruntreut und so einen hohen Schaden verursacht zu haben. Statt bislang angenommener 400 Millionen Euro hätten die Staatsanwälte nun einen Nachteil für die BayernLB von 624 Millionen Euro ermittelt, schreibt die “FAZ“.

Die BayernLB hatte 2007 die österreichische Bank Hypo Alpe Adria gekauft, die anschließend Verluste von 3,7 Milliarden Euro einbrachte. Ende 2009 verkaufte die BayernLB ihre Tochter für einen Euro an Österreich, das Land zwangsverstaatlichte sie. 2010 nahm ein Untersuchungsausschuss zum BayernLB-Desaster seine Arbeit auf.

Die Klage schließe nun die im Dezember 2007 aufgenommenen Ermittlungen ab. Die Beschuldigten, die jede Verantwortung zurückweisen, hätten sechs Wochen Zeit für die Prüfung der Vorwürfe. Die 6. Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München müsse entscheiden, ob die Klage zugelassen wird. Ein Prozess könnte im Herbst beginnen.

dpa

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