VW-Konzern teilt mit: Neuere Dieselmotoren EA 288 definitiv ohne Manipulation.

Bericht: VW-Manager wussten früh von Diesel-Problemen

Wolfsburg. Mitglieder des Top-Managements von Volkswagen haben einem Bericht zufolge früh von Problemen bei den Abgaswerten von Dieselautos gewusst.

Das Gremium - damals geleitet vom inzwischen zurückgetretenen Konzernchef Martin Winterkorn - diskutierte demnach über einen Brief der US-Umweltbehörde EPA. Diese hatte die weltweite Abgas-Affäre im September dieses Jahres ans Licht gebracht.

Volkswagen wollte sich zu der Darstellung nicht äußern, auch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur gab es heute zunächst keinen Kommentar aus Wolfsburg. Aus Dokumenten der kalifornischen Umweltschutzbehörde CARB geht hervor, dass VW bereits 2014 von Ungereimtheiten in Kenntnis gesetzt wurde. Später führte das Unternehmen sogar einen freiwilligen Rückruf der betroffenen Fahrzeuge durch und meinte, das Problem gelöst zu haben.

Am 3. September soll VW gegenüber den US-Behörden Manipulationen von Abgaswerten bei Dieselwagen eingeräumt haben - nachdem die EPA gedroht hatte, die Zulassung neuer Modelle zu verweigern. Am 18. September machten die Amerikaner dann den Fall öffentlich.

Der Ende September abgetretene Winterkorn hatte die Verantwortung für die Affäre übernommen, ein persönliches Fehlverhalten aber klar abgestritten. Nach Informationen aus Konzernkreisen soll der inzwischen beurlaubte VW-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer im Frühling 2014 aus den USA Hinweise auf mögliche Verstöße gegen US-Emissionsregeln erhalten haben. Ob er anschließend auch weitere Top-Manager der Kernmarke informierte, ist unbekannt. (lni)

Rubriklistenbild: © dpa

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