Berufliche Chancen erkennen

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Laden zum Markt der Möglichkeiten am 8. März nach Adorf ein: Diemelsees Bürgermeister Volker Becker (von links), Annette Behle vom Gewerbeverein, Willingens Bürgermeister Thomas Trachte und Otmar Hanickel von der Agentur für Arbeit.

Über die Ausbildungschancen vor Ort werden Unternehmen aus der Region beim sogenannten Markt der Möglichkeiten in der Adorfer Dansenberghalle am kommenden Donnerstag, 8. März, informieren.

Vielen Jugendlichen fällt es auch noch kurz vor ihrem Schulabschluss schwer, eine Entscheidung bezüglich ihres Ausbildungsberufes zu treffen. An dieser Stelle wollen die Waldeck-Frankenberger Gemeinden Diemelsee und Willingen ansetzen und jungen Menschen aufzeigen, welche beruflichen Chancen sich ihnen auf dem regionalen Arbeitsmarkt bieten.

27 Ausbildungsbetriebe aus der Region stellen sich vor

Nachdem die gemeinsame Veranstaltung der beiden Gemeinden mit Schulen und Betrieben im vergangenen Jahr in Willingen angeboten wurde, wird sie in der kommenden Woche in der Adorfer Dansenberghalle stattfinden. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr werden sich dann insgesamt 27 Ausbildungsbetriebe aus Diemelsee, Bad Arolsen, Korbach und Willingen vorstellen. Das Angebot der Berufe reicht dabei von A wie Altenpfleger bis V wie Verfahrensmechaniker.

Mit dabei ist zum Beispiel auch die Sparkasse Waldeck-Frankenberg, die beim Markt der Möglichkeiten über das Projekt „Erlebniswoche Sparkasse“ berichten wird. Das Projekt, bei dem ein Team aus Auszubildenden den Schülern Berufe bei der Sparkasse anhand von Präsentationen, Rollenspielen und Gruppenarbeiten näherbrachte, stieß bei den ersten Praktikanten auf große Zustimmung.

Informationen über Berufe für Schüler aller Schulformen

Das Besondere der Veranstaltung ist, dass über Berufe und Ausbildungen für Schüler aller Schulformen informiert wird. Aber auch die Eltern sind eingeladen, sich mit ihren Kindern beim Markt der Möglichkeiten ein Bild über die Chancen in der heimischen Berufswelt zu machen.

Neben der Entscheidungshilfe für die jungen Menschen sei es ein weiteres Ziel der Veranstaltung, der für einige Unternehmen bedrohlichen Situation von zu wenig Auszubildenden entgegen zu wirken. Das betont Willingens Bürgermeister Thomas Trachte und nennt zum Beispiel den Mangel an Kindergärten als ein Problem in der Zukunft.

Nachwuchsförderung

Ein Beispiel, das zeigt, dass es von Unternehmensseite her auch anders geht, ist die Vasbecker Firma Pistorius Türen- und Fensterbau. Mit derzeit 30 Mitarbeitern, darunter zwei Auszubildende, ist das Unternehmen der größte Arbeitgeber im Diemelseer Ortsteil.

Bei der Veranstaltung wird das Familienunternehmen, das seinen Schwerpunkt auf die Herstellung, den Vertrieb sowie die Montage von Fenstern, Türen und Bauelementen aus Aluminium gelegt hat, auch über die eigene Nachwuchsförderung berichten. So haben in den vergangenen beiden Prüfungsjahren die Auszubildenden im Metallbau ihre Prüfungen als Innungssieger oder als Kammersieger der Handwerkskammer Kassel abgeschlossen. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, werden auch weiterhin Ausbildungsplätze angeboten.

Laut Volker Becker, Bürgermeister der Gemeinde Diemelsee, sei der Markt im vergangenen Jahr auf durchaus positive Resonanz gestoßen. Er biete jungen Menschen die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. Und das gelte laut Otmar Hanickel von der Agentur für Arbeit auch für Schüler, die keine weiterführenden Schulen besuchen. Die Agentur für Arbeit nimmt genauso wie die die MPS Adorf, die Uplandschule Willingen sowie der Arbeitskreis Handel, Handwerk und Gewerbe am Markt teil. Mit Informationen und Mitmach-Aktionen verfolgen die Veranstalter am kommenden Donnerstag alle ein gemeinsames Ziel: Jungen Menschen einen möglichst leichten, zugleich aber gut überlegten Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Von Luca Deutschländer

PDF der Sonderseite "Markt der Möglichkeiten"

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