Betriebsrat lehnt Magna-Planzahlen für Opel ab

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Der Opel-Betriebsrat lehnt die Magna-Planzahlen für Opel ab.

Rüsselsheim - Unmittelbar vor den Verhandlungen um den Stellenabbau beim kriselnden Autohersteller Opel hat der Betriebsrat die Planungen des neuen Investors Magna abgelehnt.

“Das sind Planzahlen, die wir so nicht akzeptieren. Wir machen solche Rechnungen nicht auf“, sagte der Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums bei Opel, Klaus Franz, in einem dpa-Gespräch über die konkreten Streichpläne, die bereits für jedes Werk vorliegen sollen. Der Betriebsratschef, der sich in den vergangenen Monaten für den Einstieg des Autozulieferers Magna mit seinen russischen Partnern stark gemacht hatte, warb erneut für eine gesamteuropäische Lösung des notwendigen Kapazitätsabbaus. “Die Produktionsvolumen und auch die zu tragenden Lasten müssen gerecht auf die europäischen Werke aufgeteilt werden.“

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Die Arbeitnehmervertreter aus den europäischen Opel-Werken treffen am Montag in Rüsselsheim mit Opel- und Magna-Managern zusammen, um über die Zukunft des Autoherstellers “New Opel“ zu verhandeln. Beteiligt sind laut Franz auch Gewerkschaften aus England und Deutschland. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das industrielle Konzept, die Verteilung der Produktion, die Sanierungsbeiträge der einzelnen Werke und die Abwicklung des Stellenabbaus. Magna und die russische Sberbank wollen jeweils 27,5 Prozent an Opel übernehmen. Der bisherige Eigentümer GM will 35 Prozent behalten. 10 Prozent sollen an die Mitarbeiter gehen, die dafür Sanierungsbeiträge bringen müssen.

Magna will bei Opel/Vauxhall europaweit 10 560 Stellen streichen, davon 4500 in Deutschland, wo es das Werk Bochum am härtesten treffen könnte. Nach Informationen der “Welt am Sonntag“ stehen im Ruhrgebiet 2045 Jobs auf der Kippe. Am Stammsitz Rüsselsheim sollen demnach 1817 Stellen gefährdet sein, während das Werk in Eisenach ungeschoren bliebe. Proteste gegen mögliche Werksschließungen hatte es in Spanien, Großbritannien und Belgien gegeben. Franz kündigte harte und konstruktive Verhandlungen an, die relativ schnell konkrete Ergebnisse bringen könnten.

dpa

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