Öko-Test

Radler im Test - die perfekte Erfrischung für die heißen Tage

Bier im Test: Passend zu den angekündigten Hitzerekorden hat Öko-Test Radler unter die Lupe genommen.

  • Bier im Test: Öko-Test* untersuchte 50 verschiedene Radler
  • Öko-Test hat Experten eigens zur Geschmacksanalyse hinzugezogen
  • Im Test wurde weitaus weniger Glyphosat festgestellt als bei einem Test von Bier im Vorjahr

Kassel - Es steht das bisher wohl wärmste Wochenende des Jahres vor der Tür. In manchen Regionen soll es bis zu 36 Grad heiß werden. Da Bier bei der Hitze vielen zu schnell in den Kopf steigt, greift im Sommer der ein oder andere lieber zum Radler. Das erfrischende Mischgetränk gibt es erst seit 1993 fertig gemischt in Flaschen zu kaufen. Passend zum Rekord Wochenende veröffentlichte Öko-Test einen Test der beliebten Biererfrischung.

Bier: Test von Öko-Test untersuchte Radler - So testeten die Experten

Gleich 50 verschiedene Radler nahm Öko-Test in seinem Bier-Test unter die Lupe. Davon sind laut Öko-Test allerdings nur 18 Produkte zu empfehlen. Diese schnitten im Test mit „gut“ ab, der Rest erreichte zum Großteil die Bewertung „befriedigend“, einige erreichten allerdings nur ein „ausreichend“.

Bier im Test: Öko-Test veröffentlicht Testergebnis kurz vor heißem Wochenende (Symbolbild).

Am häufigsten war der Zuckergehalt für eine schlechtere Bewertung verantwortlich. Denn liegt er über fünf Gramm pro 100 Milliliter, war nur noch eine Höchstbewertung von „befriedigend“ im Test möglich. Der Grund dafür, dass keines der Radler besser als „gut“ bewertet wurde, liegt hauptsächlich an dem hohen Zuckergehalt. Das Bier wurde auch im Labor einem Test von Öko-Test unterzogen. Darauf wurde getestet:

  • Schwermetalle
  • Keime
  • Glyphosat

Der Nachweis von Glyphosat führte im Test bei manchem Bier zur Abwertung, ebenso wie der Nachweis von Süßungsmitteln.

Öko-Test kritisiert bei manchen Radlern im Test, dass sie als vermeintliche „Naturradler“ beworben werden, aber trotzdem Zusatzstoffe enthalten. Auch fehlende Angaben zu den Nährwerten fielen bei dem ein oder anderen Bier auf. Lediglich bei fünf der getesteten Radler konnte Glyphosat nachgewiesen werden. Zum Vergleich: Bei einem Test von Bier aus dem Vorjahr, musste Öko-Test feststellen das in jedem dritten Pils Reste des Giftes zu finden waren.

Diese Biere sind diesmal betroffen:

  • Perlenbacher Radler - Gesamtnote: ausreichend
  • Tyskie Radler - Gesamtnote: ausreichend
  • Berliner Radler naturtrüb - Gesamtnote: ausreichend
  • Wernesgrüner Radler - Gesamtnote: befriedigend
  • Feldschlößchen naturtrübes Radler - Gesamtnote: befriedigend

Bier: Auch der Geschmack durfte im Test von Öko-Test nicht fehlen

Um den Geschmack von dem Bier auf Herz uns Nieren zu untersuchen, hat Öko-Test extra ausgebildete Sensorikexperten zum Test hinzugezogen. Keines der getestetem Radler fiel in dem Test durch schlechten Geschmack, wie beispielsweise eine muffige Note auf.

Öko-Test gibt in ihrem Test auch Kauf-Tipps für die Symbiose aus Bier und Limonade. Das sind ihre Tipps:

Tipps für den Kauf von Radler:

Radler aus der Mehrwegflasche kaufen und das am besten aus der näheren Umgebung: Das fördert die Vielfalt der Braukultur und schützt zudem die Umwelt

Lieber „Bio“ statt „Natur“:

Wenn auf einem Radler mit der Floskel „Natur“ beworben wird, zeiht dies keine rechtliche Einbettung mit sich. Wenn mit „Bio" geworben wird, regelt dieser Begriff beispielsweise das der Anbau aller Zutaten ohne Pestizide erfolgen muss.

Bier: Das sind die Sieger im Test von Öko-Test

Im Test von Öko-Test schnitten 18 der 50 Radler mit „gut“ ab. Da die Auswahl hier sehr groß ist, hilft die Geschmacksanalyse dabei das richtige Bier für den heißen Sommer zu finden. Diese finden sie im folgenden:

Radler-Bier:Geschmack:
Allgäuer Büble Radler naturtrüb Leichte Malznote, deutliche Zitursnote, der Abgang ist spritzig-säuerlich
Bitburger RadlerVollmundig, leichter Limettengeschmack und ángenehm bitter
Flensburger RadlerAusklang erfrischend herb, ausgewogene Zitronen- Biernote
Früh RadlerKlare Zitronennote, dezente Säuerlichkeit, Leicht Hopfenbitter im Abgang, zuvor unaufdringlich Süß
Fürstenberg Natur Radler, naturtrüb Fruchtiger und reiner Zitronengeschmack, dezent bitter, leicht säuerlich ausklingend
Gösser Natur Radler, natürlich trübBetonte Süße und schlanker Körper, deutlicher und frischer Geschmack nach Orange, Zitrone und Mandarine
Grevensteiner Natur-Radler, naturtrüb Im Hintergrund etwas Maracuja, vordergründig feine Aromen von Zitrone und Orange, sehr schlanker Körper
Hacker Pschorr Münchner RadlerIm Abgang leicht bitter, dezente Säure und leichte Süße, malz- und zitrusaromatisch
Hasseröder Natur RadlerAusgewogenes Säure-Süße-Verhältnis mit feinem Zitronengeschmack
Hochdorfer RadlerAbgang leicht hopfenherb, reiner und intensiver Geschmack nach Zitrus, Süße ist ausbalanciert
Karlsberger Natur Radler Säure-Süße-Verhältnis ausgewogen, leichtes Malzaroma, erfrischende Säure, Geschmack nach beeren Zitrone
Krombacher Radler Deutlich nach Zitrone, eher leicht nach Orange, leichte Süße, dezentes und angenehmes Hopfenbitter
Licher Radler Angenehmer Zitrusgeschmack, ausgewogen mit leicht betonter Süße, im Abgang leicht Hopfenbitter
Oettinger RadlerMalzbetont und vollmundig, dezente Zitronennote
Veltins RadlerAusgewogenes Säure-Süße-Verhältnis, deutlich und rein nach Zitrone, im Ausklang angenehm bitter
Warsteiner Radler, 100% natürlichAusgewogenes Säure-Süße-Verhältnis, dezente Zitronennote, im Abgang leicht hopfenbitter
BIO-Radler: Geschmack:
Neumarkter Lammsbräu, Radler, Naturland, Bioland Ausgewogenes Säure-Süße-Verhältnis, deutlicher Zitronen- und Limettengeschmack, leicht bitter, Abgang erfrischend
Vogelsberger Naturburschen Radler naturtrüb Verhältnis zwischen Süße und Säure sehr ausbalanciert, deutliche Zitronennote

Wem Radler oder Bier bei der Hitze dann doch zu viel Alkohol enthält, der kann natürlich auch auf kühles Mineralwasser ausweichen. Auch hierzu hat Öko-Test den passenden Wasser-Test* durchgeführt.

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Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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