Biomineralwasser zugelassen: Verbraucherschützer schlagen Alarm

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Das Oberlandesgerichts Nürnberg-Feucht hat entschieden, Bio-Mineralwasser zuzulassen.

München - Wasser ist nicht gleich Wasser: Auf dem konkurrenzreichen Markt kämpft jetzt auch ein “Biomineralwasser“ um Kunden. Doch Verbraucherschützer schlagen Alarm.

Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg-Feucht, Bio-Mineralwasser zuzulassen, hagelt es Kritik. „Wie soll sich der Verbraucher da noch zurecht finden?“, kritisiert Clara Meynen, Sprecherin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), das Urteil gegenüber dem Münchner Merkur (Mittwochsausgabe). Die Abgrenzung zu anderen Mineralwassersorten sei weiterhin unklar. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs überlegt nun, Revision gegen das Urteil einzulegen und vor den Bundesgerichtshof zu ziehen. „Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe“, sagte Christiane Köber, Geschäftsführerin der Wettbewerbszentrale, der Zeitung. Man könne eine solch „plakative Verwendung“ des Bio-Begriffs einfach nicht nachvollziehen: „Mineralwasser ist per se bio“, sagte die Juristin dem "Münchner Merkur" und warnte davor, mit solchen Entscheidungen das offizielle Bio-Siegel zu verwässern. Das sieht auch der vzbv so: "Das Bio-Siegel darf nicht aufweichen“, mahnte Meynen gegenüber der Zeitung.

mm

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