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Bitcoin setzt Sinkflug fort

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Bitcoin
Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung geht die Talfahrt des Bitcoin weiter. © Jens Kalaene/zb/dpa

Wegen der Zinsflaute sehen einige Anleger ihre Chance in Kryptowährungen. Doch ein möglicher Kurswechsel in der US-Geldpolitik bringt Bitcoin und Co nun ziemlich in Bedrängnis. Nach kurzer Unterbrechung geht die Talfahrt weiter.

Frankfurt/Main - Die Talfahrt am Markt für Kryptowährungen hält an. Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung ging es zum Wochenstart mit den Kursen weiter bergab. Am Montagnachmittag kostete ein Bitcoin im Tief rund 32.970 US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit etwa einem halben Jahr.

Noch am Donnerstag (20. Januar) hatte die älteste und nach Marktwert größte Digitalwährung rund 10.000 Dollar mehr gekostet.

Auch andere Kryptoanlagen wie die Nummer zwei am Markt, Ether, gaben nach einer kurzzeitigen Stabilisierung wieder nach. Die derzeit rund 17.000 existierenden Digitaldevisen waren zum Wochenstart gut 1,5 Billionen Dollar wert. Vor dem jüngsten Sinkflug waren es noch mehr als 2 Billionen Dollar gewesen.

Beobachter begründeten die Kursverluste zum einen mit der allgemein trüben Stimmung an den Finanzmärkten. Ein Grund hierfür sind die zunehmenden Spannungen in der Ukraine-Krise. Hinzu kommt die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik in den USA. Steigende Zinsen sind gerade für besonders riskante Anlagen wie Digitalwährungen Gift, weil sie die Attraktivität von als sicher empfundenen und zinstragenden Anlagen wie Staatsanleihen tendenziell steigern.

Belastet wurden Kryptoanlagen zuletzt auch durch die kritische Haltung der russischen Notenbank, die in der vergangenen Woche ein weitreichendes Verbot vorgeschlagen hatte. Die Zentralbank empfiehlt dem Gesetzgeber, die Verwendung von Digitalwährungen komplett zu verbieten. Betroffen wäre auch die Herstellung (Schürfen, Mining) von Kryptowerten, die durch komplizierte Rechnungen auf meist energieintensiven Rechenanlagen erfolgt. Russland gilt als eine der Hochburgen des Krypto-Schürfens. Der Prozess ist aufgrund seines hohen Energieverbrauchs stark in Verruf geraten. dpa

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