Studie

CO2-Grenzwerte: BMW liegt sehr gut im Rennen - Daimler und Volkswagen müssen nachlegen

Logos von VW und Daimler: Trotz steigender Verkaufszahlen bei Elektroautos sind Daimler und Volkswagen einer Studie zufolge noch nicht auf Kurs, die gültigen CO2-Grenzwerte einzuhalten und hohe Strafen zu vermeiden.
+
Logos von VW und Daimler: Trotz steigender Verkaufszahlen bei Elektroautos sind Daimler und Volkswagen einer Studie zufolge noch nicht auf Kurs, die gültigen CO2-Grenzwerte einzuhalten und hohe Strafen zu vermeiden.

Die EU will die CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Doch einige Hersteller müssen noch nachlegen - sonst kann es richtig teuer werden.

  • Die Europäische Kommission hat den Autobauer knallharte CO2-Vorgaben gemacht.
  • Der bayerische Autobauer BMW ist gut unterwegs.
  • Doch Volkswagen und Mercedes-Benz drohen Strafzahlungen.

Brüssel/Hannover – Im Kampf um die Senkung der CO2-Emissionen haben die deutschen Autobauer Daimler und VW* nach Nachholbedarf. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des europäischen Umweltdachverbands Transport & Environment (T&E) hervor. Er hatte dazu die Absatzentwicklung verschiedener Autokonzerne seit dem Jahresbeginn ausgewertet.

In der EU gilt seit Jahresanfang ein Flottengrenzwert von 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Danach müssen alle Autos eines Herstellers diese Grenze im Durchschnitt einhalten. E-Autos ohne Emission können die CO2-Werte großer Autos wie SUVs drücken.

Laut der T&E-Auswertung der Fahrzeug-Absätze im ersten Halbjahr erfüll der französische PSA-Konzern um die Marken Peugeot, Citroën und Opel, sowie Volvo, Fiat-Chrysler und die BMW*-Gruppe bereits jetzt das CO2-Durchschnittsziel. Renault, Nissan, Toyota, Mazda und Ford seien nur noch zwei Gramm davon entfernt. Allein die Verkäufe des Renault Zoe drückten den Flottendurchschnitt des französischen Herstellers um 15 Gramm und stellten die Einhaltung des Grenzwerts sicher, hieß es.

CO2: VW und Daimler haben Nachholbedarf

Volkswagen sei hingegen noch fünf Gramm vom Flottengrenzwert entfernt, Daimler neun Gramm. Auch Hyundai-Kia (3 bis 7 Gramm) und Jaguar-Land Rover (13 Gramm) lägen bislang darüber. Sie müssten entweder mehr Plug-in-Fahrzeuge verkaufen oder durch die Zusammenlegung von Emissionen mit anderen Unternehmen ihre Werte verbessern.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen fordert noch eine Verschärfung der CO2-Ziele. Sie schlägt vor, die Gesamtmenge aller Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken - bisher lag das Ziel bei 40 Prozent. Der Vorstoß sorgt in der Branche für Unruhe.

Ein Verstoß gegen das aktuelle Ziel kann teuer werden. Nach einem Bericht der FAZ droht alleine Volkswagen eine Strafzahlung von über einer Milliarde Euro, Daimler könnte mit rund einer halben Milliarde zur Kasse gebeten werden, falls der aktuelle Rückstand nicht aufgeholt werden kann. Beide Hersteller haben allerdings erst kürzlich ihre verfügbare E-Modell-Palette deutlich ausgeweitet. Der Wolfsburger VW-Konzern will bis 2024 insgesamt 48 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität stecken. Auch BMW und Daimler bauen ihre E-Flotte massiv aus. (dpa/utz)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.