3000 Jobs in Gefahr

Boeing beendet Militärfrachter-Produktion

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Die Halle, in der die Produktion des großen Militärfrachtflugzeugs C-17 Globemaster III stattfand

Long Beach - Boeing beendet nach mehr als zwei Jahrzehnten die Produktion des großen Militärfrachtflugzeugs C-17 Globemaster III. Dadurch sind 3000 Jobs in Gefahr. Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Nach mehr als zwei Jahrzehnten beendet Boeing mangels Nachfrage die Produktion des großen Militärfrachtflugzeugs C-17 Globemaster III. Den annähernd 3000 Mitarbeitern, die bislang in den USA mit dem Bau beschäftigt waren, droht damit die Entlassung.

Der Abbau der Belegschaft beginne Anfang kommenden Jahres und ziehe sich bis zum endgültigen Auslaufen der Fertigung im Jahr 2015 hin, erklärte Boeing am Mittwoch im kalifornischen Long Beach, wo die Endmontage des Fliegers beheimatet ist.

Bis zum Ende der Produktion werden noch 22 Maschinen gefertigt

„Unsere Kunden auf der ganzen Welt müssen mit schwierigen Haushaltssituationen klarkommen“, erklärte Dennis Muilenburg, der Chef von Boeings Rüstungs- und Weltraumsparte, die ingesamt 59.000 Mitarbeiter hat. Das Zwangssparen in Washington habe zu einer zusätzlichen Unsicherheit geführt.

Mit 223 Maschinen hat die US-Luftwaffe die meisten der insgesamt 257 bis dato ausgelieferten C-17 abgenommen. Weitere Kunden für den vierstrahligen Transporter waren Australien, Kanada, Großbritannien, Indien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bis zum Ende der Produktion sollen noch 22 Maschinen gefertigt werden.

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Boeing kann allerdings auch einen Erfolg vermelden: Der Airbus-Rivalen hat einen vor drei Monaten in Aussicht gestellten Großauftrag für seinen pannengeplagten „Dreamliner“ endgültig in der Tasche. Die Leasinggesellschaft ALC bestellt insgesamt 33 der leichten und damit besonders spritsparenden Langstreckenflieger und zwar in den größeren Ausführungen 787-9 und 787-10. Diese fassen bis zu 330 Passagiere statt maximal 250 in der bislang ausgelieferten Standardvariante 787-8.

Boeing verkündete den Auftrag am Mittwoch und damit nur einen Tag nach dem erfolgreichen Erstflug der 787-9, die ab Mitte kommenden Jahres ausgeliefert wird. Boeing und ALC hatten im Juni auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris das Geschäft angekündigt. Nach Listenpreisen ist die Bestellung 9,4 Milliarden Dollar wert, umgerechnet sieben Milliarden Euro), wobei satte Rabatte in der Branche üblich sind.

dpa

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