Börsenweisheit zur Sommerpause für Anleger ist überholt

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Überholte Börsen-Tipps: Sollten Anleger in den Sommermonaten wirklich keine neuen Beteiligungen erwerben? Foto: Frank Rumpenhorst

Was ist von saisonalen Börsen-Empfehlungen zu halten? Anleger sollten diese zumindest mit Vorsicht genießen. Denn so mancher heiße Tipp ist längst überholt. Und für die Altersvorsorge lohnen sich an der Börse ohnehin andere Strategien.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Einige Börsenweisheiten von früher sind mittlerweile überholt. So galt bis in die 1980er Jahre in den USA die Faustregel "Sell in May and go away, but remember to come back in September" - was so viel heißt wie: Verkaufe im Mai und steige im September wieder ein.

Damals fuhren viele Börsenhändler aus New York in den Sommermonaten in ihre Strandhäuser - so sanken in dieser Zeit die Umsätze beim Handel, und die Renditen waren unterdurchschnittlich. Spätestens seit der Einführung des elektronischen Handels spiele dieses saisonale Muster kaum noch eine Rolle - der Spruch ist also veraltet, erklärt die Aktion "Finanzwissen für Alle" der Fondsgesellschaften.

Wer für das Alter vorsorgen will, sollte sich generell nicht von kurzfristigen Trends, Saison-Empfehlungen oder alten Börsenweisheiten leiten lassen. Wichtig für Anleger ist eine langfristige Strategie, die zu den eigenen Zielen und dem Budget passt.

Denn häufiges Umschichten verursacht in der Regel nur Kosten. Das schmälert die Chancen auf eine hohe Gesamtrendite. Wer hingegen bei seinen Anlagen etwas Ausdauer zeigt, kann profitieren. So war es jedenfalls in der Vergangenheit: Anleger, die auf Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt in Deutschland gesetzt haben, konnten sich im Schnitt der letzten 25 Jahre über eine Rendite von rund 7 Prozent pro Jahr freuen.

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