Nordhessen Champions

Breitband Nordhessen GmbH: Infrastruktur für Gigabit-Gesellschaft

Alban Reubelt, Winfried Becker, Peter Tigges, Kathrin Laurier und Sieglinde Strieder vor der Burgsitzschule in Spangenberg.
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Direkte Glasfaseranschlüsse für Schulen im Ausbaugebiet der Breitband Nordhessen: Alban Reubelt (Bauleiter Weigland Bau GmbH, von links), Winfried Becker (Landrat Schwalm-Eder-Kreis), Peter Tigges (Bürgermeister Spangenberg), Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH) und Sieglinde Strieder (Schulleiterin Burgsitzschule).

Etwa 300 000 der insgesamt eine Millionen Nordhessen leben so weit abseits der Ballungsräume, dass niemals ein Akteur aus der Privatwirtschaft ein Interesse haben wird, deren Haushalte an ein schnelles Datennetz anzuschließen. Darum entschieden sich die fünf nordhessischen Landkreise als politische Initiative im Sinne einer Daseinsvorsorge für einen Ausbau eines flächendeckenden Hochgeschwindigkeitsnetzes.

„Wenn alle Kreise, alle Orte im Ausbaugebiet und alle potenziellen Kunden mitmachen, schaffen wir gemeinsam den Ausbau für uns alle“, so die Devise der Breitband Nordhessen GmbH (BNG), die sich zum Ziel gesetzt hatte, bis 2019 in der gesamten Fläche alle der zuvor schlecht versorgten rund 570 kleinen Ortsteile an das schnelle Netz anzuschließen. Dies bringt eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde mit dem Einsatz der Vectoring-Technologie. Nur der Bau des passiven Netzes (also Leerrohre, Kabel und Verteilerschränke) kostete rund 130 Millionen Euro. Hierbei halfen das Land Hessen und die Europäische Union, die ein zinsgünstiges Darlehen und Fördermittel zur Verfügung stellten. Über die Nutzer, also über die Kundenverträge zwischen der Netcom Kassel und den Kunden, wird die Rückzahlung des Darlehens gesichert.

Das Ergebnis, mehr als 2 000 Kilometer Leerrohre und Kabel in knapp drei Jahren, ist überzeugend. Auf Basis des erfolgten flächendeckenden Ausbaus ist es nun Ziel, die Schulen und Krankenhäuser in der Region in eine direkte Glasfaseranbindung zu bringen. Hierfür wird eine fördertechnische Sonderregelung des Bundesförderprogramms Breitband genutzt, so können 92 Schulen im Ausbaugebiet der Breitband Nordhessen noch in 2020 angeschlossen werden.

Aber nicht genug mit punktuellen Direktanbindungen, die Region denkt weiter. Die Datenmengen, mit denen im Alltag gearbeitet wird, werden immer weiter wachsen. Um in die Gigabitgesellschaft hineinwachsen zu können, wird auch in Nordhessen Glasfaser bis zu jedem Gebäude benötigt. Wohlwissend, dass nicht sofort mit einem flächendeckenden Glasfaserausbau aller Gebäude begonnen werden kann, hat die BNG eine Strategie entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen. (NH)

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