Brücken in die Zukunft

Kauppenbrücke: Der Überbau Süd ist auf diesem Bild im Verschubzustand auf endgültigen Pfeilern und Hilfspfeilern zu sehen. (Repros: Junker)

Die Vielseitigkeit einzelner Bauvorhaben, immer größer werdende Aufgaben und Anforderungen im Verkehrswegebau verlangen sehr spezielle Kenntnisse in allen Bereichen des Bauwesens. Wenn dann zwei familiengeführte mittelständische Bauunternehmen ihr Know-how bündeln, können beide in dieser Kooperation größere und komplexere Bauvorhaben realisieren. Diesen Schritt haben die in der Baubranche seit Jahrzehnten etablierten Unternehmen Himmel u. Papesch Bauunternehmung GmbH & Co. KG (Bebra) und Gerdum u. Breuer Bauunternehmen GmbH (Bebra und Kassel) in diesem Jahr konsequent umgesetzt.

„Als Komplettleister deckt der Firmenverbund alle Bereiche des Ingenieurbaues ab. Von der Bauwerksgründung bis zur Herstellung der Überbauten in den unterschiedlichsten Bauverfahren“, sagt Bernhard Kappert-Maas. Der Prokurist von Himmel u. Papesch fasst damit in wenigen Worten die umfangreiche Kooperation zweier Spezialisten zusammen. Für den Bauherrn stellt das einen echten Mehrwert dar. Schnittstellenproblematiken zwischen den Gewerken entfallen damit.

„Im Spezialtiefbau gehört Himmel u. Papesch in Deutschland zu den Top 10 der Branche“, ergänzt Rainer Martin, Prokurist bei Gerdum u. Breuer. Für den Arbeitsbereich des Großbrückenbaus stehe sein Unternehmen in vergleichbarer Position am Markt. Und in der Kooperation dieser leistungsstarken Partner bei anspruchsvollen Projekten könnten eigene Stärken noch besser zum Tragen kommen, ohne die eigene Flexibilität und Vielseitigkeit einzubüßen.

Jüngstes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit ist die neue Kauppenbrücke im Verlauf der BAB A3 zwischen Hösbach und Waldaschaff bei Aschaffenburg. Die Spannbetonhohlkastenbrücke überspannt mit einer Gesamtlänge von 490,50 Metern das Tal der Kleinaschaff in sieben Feldern. Die größte Stützweite erreicht das mittlere Feld mit etwa 95 Metern in 55 Metern Höhe.

In zwei Jahren – von 2009 bis 2011 – wurden die knapp 37 Meter breiten Überbauten im Taktschiebeverfahren hergestellt. Hierfür wurden zusammen mit den Widerlagern und den zwölf Pfeilern etwa 35 000 Kubikmeter Beton, 3800 Tonnen Betonstahl und 820 Tonnen Spannstahl verbaut. Die Bauwerksgründung mit Großbohrpfählen wurde durch Himmel u. Papesch bedarfsgerecht aufgrund eines projektspezifischen Sondervorschlags ausgeführt.

Im Firmenverbund arbeiten beide Unternehmen selbständig, betreiben jedoch zentrale und administrative Strukturen gemeinsam. Dazu zählen die Werkstatt, ein moderner Schalungsbetrieb, ein umfangreicher Technik- und Maschinenpark sowie die kaufmännische Verwaltung. Die Nutzung dieser Ressourcen durch beide Gesellschaften schafft mehr Möglichkeiten für die Kernaufgaben – optimale und wirtschaftliche Lösungen für komplexe Bauaufgaben von der Planung bis zur Verkehrsfreigabe.

Das Leistungsspektrum umfasst die Bereiche Brückenbau, Hochbau, Verbautechnik, Einschieben, Heben und Senken von Brücken, Spezialtiefbau, Bohrpfahlgründung, Ankertechnik, bemannter Vortrieb, Spritzbetonarbeiten, Felssicherung sowie Kanal- und Straßenbau und die zunehmend wichtige Bauwerksanierung.

Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg

Die Unternehmen können auf die Kenntnisse und Erfahrungen von zweimal etwa 120 hochqualifizierten Mitarbeitern zugreifen. Damit das so bleibt, werden den Angestellten und dem gewerblichen Personal gezielt Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote gemacht. Große Bedeutung hat dabei die Ausbildung junger Menschen. Ausbildungsplätze zum Beton- und Stahlbetonbauer, Spezialtiefbauer, Baumaschinenschlosser und Baufacharbeiter werden angeboten. PCJ

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