Buchhandel plant Gebühren auf Plastiktüten

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Bis 2018 sollen 80 Prozent aller Plastiktüten im Einzelhandel an die Kunden nur noch kostenpflichtig weitergegeben werden. Foto: Patrick Pleul

Frankfurt/Main (dpa) - Auch der Buchhandel in Deutschland will Plastiktüten künftig nicht mehr gratis abgeben.

Die großen Buchhändler würden die Vorgaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) aus einer freiwilligen Selbstverpflichtung nach und nach umsetzen, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch in Frankfurt mit.

Bis 2018 sollen 80 Prozent aller Plastiktüten im Einzelhandel an die Kunden nur noch kostenpflichtig weitergegeben werden.

Der Börsenverein kritisierte zugleich, dass sich die Vorgaben der EU und des Bundesumweltministeriums auf die bloße Vermeidung von Plastiktüten beschränkten. "Der Versand- und Online-Handel bringt große Massen Verpackungsmüll aus Kunststoff in Umlauf. Will man Plastikmüll reduzieren, sollte auch das zum Thema werden", erklärte Kyra Dreher, Geschäftsführerin des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Plastiktüten stehen in der Kritik, weil sie sich in der Natur praktisch nicht zersetzen, und Kleinteile von Seetieren wie Fischen oder von Vögeln gefressen werden.

Mitteilung Börsenverein

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