Buhlen um Starwood Hotels: Chinesen überbieten Marriott erneut

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Das Anbang-Konsortium bietet 82,75 Dollar in bar pro Starwood-Aktie. Foto: Rolex Dela Pena/dpa

Stamford (dpa) - Das Wettbieten um die Hotelkette Starwood geht in die nächste Runde: Die Investoren um den chinesischen Versicherer Anbang haben mit einem verbesserten Angebot die Oberhand über den Rivalen Marriott International zurückgewonnen, wie Starwood Hotels mitteilte.

Das Anbang-Konsortium biete nun 82,75 Dollar in bar pro Starwood-Aktie. Damit würde sich die Offerte insgesamt auf rund 14 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro) belaufen. Die umworbene Gesellschaft geht davon aus, dass das Angebot dem von Marriott überlegen sein dürfte und will neue Verhandlungen aufnehmen.

Marriott hatte zuletzt etwa 13,6 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien geboten. Eigentlich hatten Marriott und Starwood bereits im November eine Fusion vereinbart, die Mitte 2016 vollzogen werden sollte. Mitte März hatte jedoch die Bietergruppe, zu der neben Anbang auch die Beteiligungsfirmen JC Flowers und Primavera Capital gehören, mit einer höheren Kaufofferte dazwischengefunkt. Starwood müsste Marriott unter Umständen eine Entschädigungsgebühr über 450 Millionen Dollar zahlen, wenn der Zusammenschluss scheitert.

Marriott bekräftigte in einer Mitteilung vom Montag die Absicht, die Fusion weiter voranzutreiben. Der Zusammenschluss sei im besten Interesse der Unternehmen. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung zur Abstimmung über die Fusion wurde auf den 8. April verschoben. Zu Marriott gehören diverse Hotelmarken, unter anderem Ritz-Carlton, Renaissance oder Courtyard. Starwood betreibt beispielsweise Le Méridien, Westin oder Sheraton. Anbang hatte 2014 bereits das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft.

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