Bund nimmt Hürde für HRE-Verstaatlichung

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Der Hypo Real Estate-Vorstandsvorsitzende Axel Wieandt (r.) und der Aufsichtsratsvorsitzende, Michael Endres, stehen vor Beginn der außerordentlichen Hauptversammlung der Hypo Real Estate (HRE) in München.

München - Der Bund hat die wichtigste Hürde für die geplante Verstaatlichung des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate genommen.

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Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag in München erreichte der Bund mit seinem Anteil von 47,3 Prozent die Mehrheit der anwesenden Stimmen und kann damit die geplante Kapitalerhöhung durchbringen. Insgesamt waren 74,11 Prozent der Stimmrechte bei der Hauptversammlung anwesend. Da der Bund für die Kapitalerhöhung auf die einfache Mehrheit angewiesen ist, war die Präsenz bei der Hauptversammlung entscheidend. Bei dem Aktionärstreffen will sich der Bund eine Kapitalerhöhung von bis zu 5,6 Milliarden Euro genehmigen lassen.

Der Bund will mit einer Kapitalerhöhung um knapp 3 Milliarden Euro 90 Prozent an der HRE übernehmen und anschließend den US-Investor Christopher Flowers und alle anderen Aktionäre gegen Zahlung einer Abfindung ganz aus dem Unternehmen drängen.

Hunderte frustrierte Kleinaktionäre sind bei der außerordentlichen Hauptversammlung gegen die Verstaatlichung des Konzerns auf die Barrikaden gegangen.

Als HRE-Chef Axel Wieandt von einer “angemessenen Entschädigung“ spricht, kochen die Emotionen im Saal hoch, die Aktionäre pfeifen, schimpfen und unterbrechen die Rede immer wieder mit Buhrufen. Am Saalrand stehen Sicherheitskräfte bereit, um die Manager auf dem Podium notfalls vor den Aktionären zu schützen.

Wieandt bliebt trotz der brodelnden Stimmung im Saal gelassen und bittet die Aktionäre nachdrücklich um Verständnis für den radikalen Schritt. “Nur mit umfassender Unterstützung des Bundes kann der Fortbestand des Konzerns gewährleistet werden“, sagte er.

dpa/ap

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