"Made in Germany" nachgefragt

Bundesbank: Wirtschaft zum Jahresende wieder stärker

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Teile eines Getriebes sind in der Produktionshalle der ThyssenKrupp Aufzugswerke zu sehen. Foto: Inga Kjer

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Wirtschaft wird den Dämpfer im Sommer nach Einschätzung der Bundesbank schnell abhaken. "Im letzten Vierteljahr 2016 dürfte die deutsche Wirtschaft nach der temporären Verlangsamung im Sommer wieder deutlich stärker wachsen".

Das schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht November, der heute veröffentlicht wurde. Es sei damit zu rechnen, "dass der BIP-Zuwachs an das höhere Tempo des ersten Halbjahres anknüpfen wird".

Im dritten Quartal hatten sinkende Exporte und die Verunsicherung der Unternehmen nach dem Brexit-Schock Europas größte Volkswirtschaft unerwartet kräftig gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten vollen Quartal nach dem Nein der Briten zur Europäischen Union zum Vorquartal um 0,2 Prozent. Im Frühjahr hatte die deutsche Wirtschaft noch um 0,4 Prozent zugelegt, zu Jahresbeginn gab es ein Plus von 0,7 Prozent. Detaillierte Zahlen zum dritten Quartal gibt es an diesem Donnerstag (24.11.) vom Statistischen Bundesamt.

"Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zuletzt auf breiter Basis deutlich verbessert", konstatiert die Bundesbank. Dies gelte insbesondere für die Industrie, deren Produktionskapazitäten zunehmend besser ausgelastet seien und deren Auftragsbücher sich füllten. Eine zunehmende Nachfrage nach Waren "Made in Germany" aus dem Ausland deute auf wieder bessere Geschäfte für Exporteure hin. Dazu komme ein weiter dynamischer Konsum: "Die unverändert günstigen Einkommens- und Arbeitsmarktperspektiven sowie die gute Stimmung der Verbraucher legen auch ein merkliches Plus bei den privaten Konsumausgaben nahe."

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