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Großbank Credit Suisse schwer unter Druck - Olaf Scholz sieht keine neue Lehman-Krise: „Völlig andere Zeit“

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Von: Dennis Fischer

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Bundeskabinett
Bundeskanzler Olaf Scholz beruhigt die deutschen Sparer. © Kay Nietfeld/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz hält trotz Turbulenzen an den Finanzmärkten in dieser Woche einen Vergleich mit der Lehman-Pleite für überzogen.

Berlin/Düsseldorf - Die Pleite der kalifornischen Silicon Valley Bank und Turbulenzen um die Schweizer Grossbank Credit Suisse beunruhigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nicht. Das machte er in einem Interview mit dem Handelsblatt deutlich. Eine neue Finanzkrise sehe er nicht: „Das Geldsystem ist nicht mehr so fragil wie vor der Finanzkrise“. Vergleiche mit dem Ausbruch der Lehman-Pleite von 2008 seien unpassend: „Wir leben in einer völlig anderen Zeit“, sagte Scholz.

Nach der Ansicht von Scholz haben Gesetzgeber und Bankenaufsicht aus der Pleite der US-Investmentbank Lehman gelernt, die Kreditinstitute auf der ganzen Welt ins Straucheln gebracht hatte. Die Regulierung für Banken sei heute strenger als vor der Finanzkrise. Zudem hätten die Verantwortlichen in den USA, Großbritannien und in der Schweiz jetzt „schnell und entschlossen gehandelt“.

Sorge um Credit Suisse: Scholz beruhigt Sparer

Scholz hat eine Beruhigung für die deutschen Sparer parat. Diese müssten sich keine Sorgen machen. „Die Einlagen sind sicher. Nicht nur wegen der höheren Resilienz des Bankensystems und der strikteren Regulatorik, sondern auch aufgrund unserer Wirtschaftskraft“, sagte Scholz. Um diese Wirtschaftskraft zu stärken ist laut Scholz „der Umbruch längst eingeleitet“. „Deutschland wird bis 2045 klimaneutral wirtschaften, das bedeutet eine enorme Transformation unserer Industrie, weg von der Nutzung fossiler Energien und hin zum Ausbau von Windkraft und Solarenergie.“

Zur aktuellen Heizungsdebatte äußerte sich der Kanzler so: „Nun, das sind Überlegungen, die nicht einmal beschlossen worden sind, das macht es etwas schwierig, im Einzelnen Stellung zu nehmen. Vielleicht so viel: Unser Ziel ist eine lebensnahe Regelung, die niemanden überfordert und gleichzeitig den Weg in Richtung Klimaneutralität weist.“ 

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