Selbstbewusst? Auf jeden Fall.

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Am Speer: Bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich belegte Carolin Schäfer den vierten Platz im Siebenkampf

Bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich belegte Carolin Schäfer den vierten Platz im Siebenkampf.

Wie sich Carolin Schäfer motiviert? Ganz einfach: Man nehme etwas deutschen Hip- Hop, überhöre die Schimpfwörter und konzentriere sich auf die Themen Aufstehen, Kämpfen und nicht aufgeben. Denn diese Botschaft bringen Musiker wie Sido und Kay One auf den Punkt und sind genau der Push, den die erfolgreiche Siebenkämpferin braucht, sagt sie. Direkt vor dem Wettkampf werden die Töne auf Carolin Schäfers Kopfhörern allerdings leiser, denn nur ihre ganz persönliche Einspielmusik hilft ihr dabei, den eigenen Rhythmus zu finden, Kraft zu schöpfen und mit positiver Energie in das Rennen zu starten – egal, ob die 100-Meter-Hürden, der 800-Meter-Lauf oder der Weitsprung auf sie warten. Die gebürtige Bad Wildungerin weiß genau, was sie nach vorne bringt – von der Musikauswahl über das richtige Training bis hin zu wichtigen Lebensentscheidungen. Eine davon trifft sie bereits mit 16 Jahren: Nach dem überraschenden zweiten Platz bei den U18-Weltmeisterschaften in Ostrava im Jahr 2007 beschließt sie, das Sportinternat am Olympiastützpunkt in Frankfurt am Main zu besuchen. Das harte Training zahlt sich schnell aus, denn schon 2008 wird die „junge Wilde“ U20-Weltmeisterin. „Das war der Wettkampf meines Lebens“, sagt Schäfer. Es folgen die Titel als Deutsche B-Jugendmeisterin im Siebenkampf sowie im Hallenfünfkampf.

Sportliche Freiheiten

Die Erfolge machen die zu treffende Entscheidung zwischen Leistungssport und „normalem“ Leben leicht: Carolin Schäfer will Siebenkämpferin sein, mit Haut und Haaren. Deshalb schlägt sie auch beruflich eine Bahn ein, die ihr die sportlichen Freiheiten einräumt, die sie als Leistungssportlerin braucht. Die Polizei-Ausbildung wird zwar länger dauern als normalerweise, aber als Polizeikommissaranwärterin genießt sie den Sonderstatus der Sportfördergruppe der Hessischen Polizei und kann sportlich richtig durchstarten. Spitzenleistungen Dabei geht sie an ihre Grenzen, immer mit dem Ziel, neue Bestleistungen aufzustellen. Der erste Platz bei der U20-Europameisterschaft 2009, der Titel als Deutsche Meisterin im Siebenkampf 2013 und ein vierter Platz bei den Europameisterschaften 2014 sprechen für sich. Zu Spitzenleistungen fordert sie auch die Weltmeisterschaft in Peking heraus. „Ich würde sagen, dass ich schon in der Weltklasse angekommen bin. Mein Ziel ist aber, mich oben zu halten und mir dort einen Namen zu machen“, sagt Schäfer. Einen Namen hat sie sich in Hessen schon lange gemacht. Deshalb wurde sie auch im Herbst vergangenen Jahres zur Sportlerin des Jahres gewählt. Sie selbst bezeichnet diese Auszeichnung als i-Tüpfelchen auf einer perfekten Saison, denn die Anerkennung aus ihrer Heimat liegen ihr besonders am Herzen. Auch deshalb kehrt Carolin Schäfer Ende des Jahres 2014 in ihren alten Verein TV Friedrichstein-Alt Wildungen zurück und wird dort bis Ende 2016 wieder als echter Nordhessen-Champion in der Leichtathletik antreten.

EVA-MARIA BIEDENBACH

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