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Chaos um Osram: Übernahmepoker um die Zukunft des deutschen Unternehmens

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Wer kommt bei der früheren Siemens-Tochter Osram zum Zug?

Wer kommt bei der früheren Siemens-Tochter Osram zum Zug? Der österreichische Halbleiterkonzern AMS hat sein Angebot aufgestockt. Chancen für Bain und Carlyle schwinden. 

München - Der österreichische Halbleiterkonzern AMS aus Premstätten hat erneut sein Interesse an einer Übernahme des in Bedrängnis geratenen Beleuchtungsherstellers Osram bekundet. Nach einer Mitteilung von Sonntagabend unterbreitet der vergleichsweise kleine Konzern einen mit Finanzierungsgarantien versehenen Vorschlag von 38,50 Euro je Aktie für 100 Prozent des Aktienkapitals, um einen möglichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen herbeizuführen.

AMS hatte sich Mitte Juli nach einem unverbindlichen Angebot wieder zurückgezogen. Damals hieß es, der Konzern sehe nach einer Evaluierung „keine ausreichende Basis“ für eine Fortsetzung der Gespräche.

Chaos um Osram: Harte Übernahmeverhandlungen

Am Freitag hatte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ein Übernahmeangebot der US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle abgelehnt. Die Interessenvertretung der Kleinaktionäre hält den gebotenen Preis von 35 Euro je Aktie für zu niedrig: „Der Barabfindungspreis ist aus Sicht der SdK jedoch nicht angemessen“, hieß es in der Stellungnahme.

Osram steht zum Verkauf, weil der Konzern in den vergangenen eineinhalb Jahren in schwieriges Fahrwasser geraten ist. Das Unternehmen produziert mittlerweile hauptsächlich LEDs und Optoelektronik. Die wichtigsten Kunden sind Auto- und Smartphonehersteller. Da in beiden Branchen die Geschäfte derzeit schlecht laufen, ist der Beleuchtungshersteller hart getroffen.

dpa

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