Deutsche-Bank-Chef Cryan lässt sich bei Strategie mehr Zeit

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Der Brite John Cryan ist neuer Co-Chef der Deutschen Bank. Foto: Steffen Schmidt / Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank lässt sich nach dem Wechsel an der Führungsspitze mehr Zeit mit der Veröffentlichung von Details zu ihrer neuen Strategie.

Statt bis Ende Juli will die Bank nun bis Ende Oktober Markt und Öffentlichkeit über weitere Schritte informieren. Das kündigte der neue Co-Chef John Cryan zu seinem Amtsantritt am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitarbeiter an.

Die Entscheidungen von Ende April seien grundlegend, bekräftigte Cryan, der seinerzeit im Aufsichtsrat der Bank saß. "Und daran halten wir auch weiterhin fest." Beschlossen sind unter anderem die Trennung von der Tochter Postbank und die Schließung von bis zu 200 eigenen Filialen. Einschnitte soll es auch im Investmentbanking geben.

"Als neuer Co-Vorsitzender des Vorstands möchte ich an meinem ersten Tag zum Ausdruck bringen, dass ich es für richtig halte, den Sommer und Frühherbst zu nutzen, um zu prüfen, wie diese Entscheidungen am besten ausgeführt werden", schreibt Cryan. "Wir werden daher Markt und Öffentlichkeit bis Ende Oktober über weitere Details informieren."

Insgesamt sei die Bank "zu diversifiziert und zu komplex", meint der Brite. "Unser Geschäftsmodell muss einfacher werden. Zudem müssen wir interne Barrieren überwinden und eine Kultur der Zusammenarbeit schaffen." Die Bank müsse die Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden verbessern. Cryan löst als Co-Chef Anshu Jain an der Seite von Jürgen Fitschen ab. Nach der Hauptversammlung am 19. Mai 2016 soll Cryan die Führung des größten deutschen Geldhauses alleine in die Hand nehmen.

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