Chemie-Branche setzt Tarifverhandlungen fort

Berlin - Die Chemie-Branche möchte mehr Gehalt. Nachdem die erste bundesweite Tarifrunde ohne Ergebnis geblieben war, werden heute die Tarifverhandlungen fortgesetzt.

Die bundesweiten Tarifverhandlungen für die 550.000 Beschäftigten der chemischen Industrie sind am Mittwoch am Berliner Flughafen Schönefeld fortgesetzt worden. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert sechs Prozent mehr Geld für Beschäftigte und Auszubildende in den 1.900 Betrieben. Zudem will die Gewerkschaft eine zeitliche Entlastung älterer Arbeitnehmer und flexible Wege in den Ruhestand. Die erste bundesweite Tarifrunde der Chemiebranche war Anfang Mai in Hannover ohne Ergebnis geblieben.

„Die Erwartungshaltung in den Betrieben ist eindeutig, in Berlin muss ein abschlussreifes Angebot auf den Tisch“, hatte der Verhandlungsführer der IG BCE, Peter Hausmann, zuvor gefordert. Der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands BAVC, Hans-Carsten Hansen, bewertete die Chancen für eine Einigung auf „50 zu 50“. Die Arbeitgeber forderten „Realismus beim Entgelt“ und „Flexibilität bei der Arbeitszeit“.

dapd

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