Besser verdient als erwartet

Cloud-Boom beschert Microsoft Gewinn- und Umsatzplus

+
Hat zum Jahresende besser verdient als erwartet: US-Techriese Microsoft. Foto: Matthias Balk/Symbolbild

Der Computer-Dino Microsoft kann auf sein rasant wachsendes Geschäft mit Diensten aus der Datenwolke bauen, leidet jedoch unter dem schwachen PC-Markt. Unter dem Strich fallen die Quartalsergebnisse aber deutlich besser als erwartet aus. Das gefällt auch den Anlegern.

Redmond (dpa) - Dank anhaltend starken Wachstums im Cloud-Geschäft hat Microsoft zum Jahresende besser verdient als erwartet.

Verglichen mit dem Vorjahreswert stieg der Überschuss im Geschäftsquartal bis Ende Dezember von 5,0 auf 5,2 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro), wie der Konzern nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um gut ein Prozent auf 24,1 Milliarden Dollar.

Die Ergebnisse übertrafen die Prognosen der Analysten deutlich. Die Microsoft-Aktie legte nachbörslich dennoch nur leicht zu. Der Kurs stand auf Jahressicht allerdings auch schon vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen mit fast 24 Prozent im Plus. Mit rund 500 Milliarden Dollar ist Microsoft derzeit hinter Apple und der Google-Mutter Alphabet der Konzern mit dem dritthöchsten Börsenwert.

Die Geschäfte mit Cloud-Diensten aus dem Netz, der sogenannten Datenwolke, florierten angetrieben von der boomenden Azure-Plattform für Unternehmen weiter und verbuchten ein Umsatzplus von acht Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Bei Azure, dessen größter Rivale Amazons Cloud-Dienst AWS ist, legten die Erlöse um 93 Prozent zu. Ebenfalls starkes Wachstum gab es bei den Office-Büroprogrammen. Hier kletterte der Umsatz um zehn Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar.

Sorgenkind ist klassisches PC-Geschäft

Das im Juni gekaufte Karriere-Netzwerk Linkedin steuerte 228 Millionen Dollar zum Umsatz und einen Verlust von 100 Millionen Dollar zum Quartalsergebnis bei. Allerdings war der 26,2 Milliarden teure Neuzugang erst Anfang Dezember in die Konzernbilanz integriert worden. Microsofts Sorgenkind bleibt das klassische PC-Geschäft - hier sank der Umsatz um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar. Die Gaming-Sparte mit der Spielkonsole Xbox konnte den negativen Trend mit einem Minus von drei Prozent kaum abfedern.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.