Coca-Cola und Google als Klimaschutz-Pilger

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Coca-Cola ist in Sachen Klimaschutz einer der Vorreiter.

Cancún - Die Chefs von Coca-Cola, Dow Chemical und Abgesandte weiterer Konzerne pilgern nach Cancún. Sie wollen - so sagen sie - politische Vorgaben für grünes Wachstum. Doch nicht alle ziehen mit.

Jahrelang galt die Wirtschaft als Blockierer, jetzt wollen die großen Konzerne beim Kampf gegen den Klimawandel Vorreiter sein. Bosse von Siemens, Coca-Cola, der Deutschen Bank und CNN treffen sich am Wochenende beim Weltklimagipfel der Wirtschaft im mexikanischen Cancún. Im Luxushotel Ritz-Carlton ein paar Kilometer vom UN-Gipfel entfernt wollen Wirtschaft, Banken, Medien und die UN gemeinsam Lösungen gegen den Klimawandel finden.

Der Generaldirektor von Coca-Cola, Muhtar Kent, erklärt dies so: Jetzt sei die Zeit, dass Wirtschaft, Regierungen und Gesellschaft zusammen eine klimafreundlichere Zukunft entwickeln, die zugleich Wirtschaftswachstum und Jobwachstum unterstütze. “Die gute Nachricht ist, dass viele Lösungen bereits da sind, aber wir müssen die Bedingungen entwickeln, damit die Privatwirtschaft investiert und Innovationen gedeihen.“

Und auch ein ganz Großer hat den Klimaschutz entdeckt. Google hält direkt im Kongresszentrum des Klimagipfels eine Pressekonferenz ab und hat die Rettung des Walds im Auge. Thema: Wie Technik zum Waldschutz beitragen kann.

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Osram und Philips sind Gründungsmitglieder der Initiative en.lighten, die maßgeblich vom UN-Umweltprogramm Unep getragen wird und den Einsatz von Energiesparlampen in Entwicklungsländern fördert. Die Politiker sollten mutiger in ihren Entscheidungen sein, meint der Osram-Leiter für Nachhaltigkeit und Marketing, Wolfgang Gregor, in Cancún. “Wir haben die Technik dafür.“ Manchmal treibe aber auch die Politik die Produktion neuer Produkte an, wie etwa bei der Vorschrift zum Autokatalysator. “Der gegenseitige Druck ist äußerst befruchtend.“

Einen Vorteil haben die Konzerne im Vergleich zu den Delegierten des UN-Gipfels: Sie müssen sich nicht auf ein Abschlusspapier einigen. Sie treffen sich zudem gleich zu verschiedenen Veranstaltungen und sind bei Politikern hochwillkommen.

UN-Klimachefin Christiana Figueres begrüßte den Einsatz der Wirtschaft. Die Privatwirtschaft könne die Gespräche beschleunigen, indem sie “die Regierungen dazu drängt, so harte Entscheidungen zu fällen, wie sie es tun müssen“.

“Solche Initiativen sind wichtig, werden aber alleine den Trend nicht umkehren“, sagt Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser. “Einige Unternehmen erkennen, dass die Zukunft die grüne Wirtschaft ist, andere wollen weiter günstig Energie verschwenden.“

dpa

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