Commerzbank mit Milliardenverlust

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Ein Schild mit dem neuen Logo der Commerzbank.

Frankfurt/Main - Die Integration der Dresdner Bank hat der Commerzbank im dritten Quartal einen Milliardenverlust beschert. Unterm Strich steht ein Verlust von 1,05 Milliarden Euro in den Büchern.

Das teilte die Commerzbank am Montag in Frankfurt mit.

Operativ erzielte das teilverstaatlichte Kreditinstitut im dritten Quartal allerdings überraschend einen Gewinn von rund 120 Millionen Euro. Die vom Staat gestützte Commerzbank profitierte unter anderem von einer Kurserholung bei zuletzt als eher wertlos eingestuften Wertpapieren. In den ersten beiden Quartalen hatte die Commerzbank jeweils auch operativ einen Verlust ausgewiesen. Die Aktie des Instituts reagierte nach Bekanntgabe der Zahlen kaum verändert.

Unterm Strich stand wegen der Abschreibungen auf den Unternehmenswert auf die Tochter Eurohypo und Kosten für die Integration der übernommenen Dresdner Bank ein dickes Minus. Die Bank legt die detaillierten Zahlen an diesem Donnerstag vor.

Dresdner-Übernahme brachte Commerzbank ins Straucheln

Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet die zweitgrößte deutsche Bank insgesamt ein negatives Ergebnis. Bei einem Verlust darf sie keine Dividenden ausschütten. Dazu war sie im Zusammenhang mit den staatlichen Hilfen von der EU und dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verpflichtet worden.

Die Dresdner-Übernahme hatte die Commerzbank vor gut einem Jahr ins Straucheln gebracht. Die zweitgrößte deutsche Bank musste mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro Staatshilfen von der Bundesregierung gestützt werden. Der Bund erhielt im Gegenzug ein Viertel der Aktien. Als Auflagen muss sich die Commerzbank unter anderem von ihrer Immobilientochter Eurohypo trennen. Zudem hat sie bereits mehrere Regionaltöchter im Ausland abgestoßen. Von Milliardengewinnen wie etwa beim Rivalen Deutsche Bank ist die Commerzbank noch weit entfernt.

dpa

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