Commerzbank soll laut Bericht 17 Millionen Bußgeld zahlen

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Hauptsitz der Commerzbank in Frankfurt: Bei Razzien waren Ende Februar in der Zentrale Unterlagen beschlagnahmt worden. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Die Commerzbank soll nach Medieninformationen wegen der Steuer-Affäre um fragwürdige Geldgeschäfte in Luxemburg ein Bußgeld von 17 Millionen Euro zahlen.

Im Gegenzug wolle die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen einstellen, berichtete der Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung". Die Commerzbank wollte sich zum Stand des Verfahrens am Donnerstag nicht äußern. Die Kölner Staatsanwaltschaft wollte den Bericht unter Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht kommentieren.

Die Commerzbank soll wie andere deutsche Kreditinstitute über eine Tochtergesellschaft in Luxemburg Kunden geholfen haben, Scheinfirmen in Überseegebieten wie Panama zu eröffnen und so Vermögen vor den Steuerbehörden zu verstecken.

Bei Razzien waren Ende Februar unter anderem in der Frankfurter Commerzbank-Zentrale Unterlagen beschlagnahmt worden. Grundlage der Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Köln federführend in der Hand hat, ist eine von den Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen gekaufte CD. Im Frühjahr kündigte die Commerzbank etwa 400 Kunden, die zuvor auf mehrere Aufforderungen zur Klärung ihrer "steuerlichen Situation" nicht reagiert hatten.

In einem ähnlichen Fall einigte sich die Unicredit-Tochter HypoVereinsbank Insidern zufolge auf rund 20 Millionen Euro Bußgeld mit der Kölner Staatsanwaltschaft. Die HSH Nordbank soll früheren Medienberichten zufolge 22 Millionen Euro zahlen müssen.

Bericht Süddeutsche Zeitung

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