Conti: 2011 wird Rekordjahr

Hannover - Continental erhöht nochmals das Tempo: Wegen des weltweiten Autobooms wird Europas größter Reifenhersteller in diesem Jahr nach eigener Einschätzung einen neuen Rekordumsatz einfahren.

Die Hannoveraner gehen davon aus, Ende 2011 dank des brummenden Geschäfts nur knapp unter der 30-Milliarden-Euro-Marke zu landen. Ursprünglich hatte der Autozulieferer Erlöse von 28,5 Milliarden Euro angepeilt.

Vorstandschef Elmar Degenhart betonte bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am Freitag aber auch, dass die Rohstoffpreise hoch blieben. Diese Zusatzkosten müssen nach Angaben von Finanzchef Wolfgang Schäfer wohl weiterhin an die Kunden durchgereicht werden. Eine genaue Prognose für den Jahresgewinn wollte Degenhart noch nicht abgeben. Vor Zinsen und Steuern soll sein Anteil am Umsatz aber die Schwelle von 10 Prozent erreichen, auch weil die Reifensparte überdurchschnittlich zulegen werde. Die höheren Preise vor allem für Kautschuk dürften sich allerdings auf bis zu 850 Millionen Euro summieren - mit entsprechenden Folgen für die Reifenpreise.

Im ersten Halbjahr erreichte der Konzern einen Umsatz von knapp 15 Milliarden Euro, nach 12,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Conti verdiente 683 Millionen Euro, was in etwa einer Verdoppelung im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2010 entspricht. Aus Sicht von Schäfer trug neben dem robusten Absatz von Reifen, Antriebstechnik und Sicherheitssystemen auch die stark gesenkte Steuerquote dazu bei: Dem Unternehmen floss ein zusätzlicher Ertrag von 68,2 Millionen Euro aus Rückerstattungen der Vorjahre zu. 2010 hatte Continental rund 26 Milliarden Euro umgesetzt, unterm Strich verdiente es fast 600 Millionen.

ADAC Sommerreifentest 2011 - 175er Reifen

Der aktuelle ADAC Sommerreifentest
Die kleinen Sommerreifen im ADAC-Test: Der Bremsweg ist entscheidend. So kommt zum Beispiel der beste 175er-Reifen, der ContiPremiumContact 2 (Foto), beim Bremsen auf nasser Fahrbahn schon nach 58,3 Metern zum Stehen, der italienische Dayton braucht dazu 80,4 Meter - also fast 22 Meter mehr:  "gut" © ADAC
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"mangelhaft" Dyton D110: schlecht bei Nässe, Bremsweg ist 22 Meter länger als beim Testsieger. © ADAC
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"ausreichend" Debica Passio 2: leichte Schwäche bei Trockenheit, schwach bei Nässe. © ADAC
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"ausreichend" Sava perfecta: sehr gut bei Verschleiß, jedoch Schwach bei Nässe © ADAC
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"befriedigend" Fulda EcoControl: sehr gut bei Trockenheit, leichte Schwäche bei Nässe © ADAC
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"befriedigend" Goodyeaar DuraGrip: gut bei Trockenheit, leichte Schwächen bei Nässe © ADAC
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"befriedigend" Dunlop SP StreetResponse: gut bei Trockenheit und Schwächen bei Nässe © ADAC
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"ausreichend" Kleber Dynaxer HP 3: gut bei Verschleiß, jedoch schwach bei Nässe © ADAC
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"gut" Michelin Energy Saver: sehr ausgewogen, gut in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen © ADAC
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"gut" Semperit Comfort-Life 2: sehr ausgewogen, gut in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen © ADAC
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"befriedigend" Firstone Multihawk: sehr gut bei Trockenheit, jedoch Schwächen bei leichter Nässe. © ADAC
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"befriedigend" Apollo Amazer 3G Maxx: Bestnote bei Trockeheit und gut bei Nässe, jedoch leichte Schwächen beim Verschleiß © ADAC
ADAC Sommerreifentest 175/65 R 14 T
"gut" Hankook Optimo K715: sehr ausgewogen, gut in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen © ADAC
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"befriedigend" Kumho Solus KH17: gut bei Trockeheit, leichte Schwächen bei Nässe © ADAC
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"befriedigend" Pirelli Cinturator P1: geringster Verbrauch, leichte Schwächen bei Nässe © ADAC
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"befriedigend" Barum Brillantis 2: gut bei Trockenheit und leichte Schwächen bei Nässe © ADAC

Seit Mai gebe es Anzeichen dafür, dass die US-Wirtschaft deutlich schwächer wachsen werde als zunächst erwartet, warnte der Konzern nun im Halbjahresbericht. Trotzdem gab sich Degenhart mit Blick auf das internationale Geschäft optimistisch: “Wir sehen keinen Grund dafür, dass sich die gute Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr abschwächen wird.“

Den nach der Übernahme der früheren Siemens-Sparte VDO angehäuften Schuldenberg konnte Conti weiter langsam abtragen. Bis zum Jahresende sollen die Verbindlichkeiten unter 7 Milliarden Euro gedrückt werden, noch liegen sie dicht darüber.

Auch nach Eröffnung und Erweiterung von Werken in China und den USA sowie dem Bau eines Reifenwerks im russischen Kaluga bis Anfang 2013 will der Konzern kräftig investieren, sagte Schäfer. Allein dieses Jahr steckt Conti laut Geschäftsbericht bis zu 1,8 Milliarden Euro in die Standorte. Weltweit beschäftigte das Unternehmen zuletzt 159 000 Menschen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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