Zulieferer kehrt zu alter Ertragsstärke zurück

Continental rast aus der Krise

Elmar Degenhart Foto:dpa

hannover. Der hannoversche Continental-Konzern hat vor allem dank der anziehenden Autokonjunktur im zweiten Quartal in Folge bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt und zu seiner alten Ertragskraft zurückgefunden.

Davon profitieren auch die Conti-Standorte in der Region. Der Konzern beschäftigt in seinen Werken Korbach, Northeim, Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg) und Münden (samt Zweigwerk in Oedelsheim im Kreis Kassel) gut 6700 Mitarbeiter – etwa 150 mehr als noch zu Jahresbeginn als die Kurzarbeit beendet wurde.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis (Ebit) schnellte auf gut eine Mrd. Euro hoch. Im ersten Halbjahr 2009 hatte der Autozulieferer noch einen Vorsteuerverlust von 126,2 Millionen Euro erlitten.

Das aktuelle Ebit liegt fast 100 Mio über dem des Vorkrisenjahres 2008, als Conti 600 Mio. Euro mehr umsetzte. Das zeigt, dass die zu Beginn der Krise eingeleiteten Kostensenkungsprogramme wirken. „Continental ist auf dem besten Weg, gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, kommentierte Vorstandschef Elmar Degenhart die gute Entwicklung.

Dass der Reingewinn mit knapp 349 (Vorjahr: minus 457) Mio. Euro vergleichsweise gering ausfiel, hat vor allem mit den hohen Zinsaufwendungen zu tun, die Conti für Kredite für die Übernahme der einstigen Siemens-Sparte VDO aufnehmen musste. In der Spitze hatte der Konzern zwölf Mrd. Euro Schulden, hat diese aber mittlerweile auf acht Mrd. reduziert.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Degenhart seine Prognose von 23 (20) Mrd. Euro Umsatz und bis zu knapp zwei Mrd. Euro Ebit. Die Conti-Aktie konnte gestern nicht von der guten Entwicklung profitieren. Sie verlor 1,26 Prozent auf 48,03 Euro. Allerdings hat sich ihr Wert binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt.

Von José Pinto

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