Coronavirus

Corona-Soforthilfe: Wie Sie den Antrag stellen und ihr Geld bekommen

Das Coronavirus erfasst die Wirtschaft. Selbstständige, Freie und Kleinunternehmer können Soforthilfen und damit Geld bekommen. Wie der Antrag funktioniert.

  • Auch in Deutschland geht das Coronavirus weiter um.
  • Da die Wirtschaft von Corona erfasst wurde, befinden sich viele Menschen in Schwierigkeiten.
  • Wir verraten Ihnen, wie Sie als Selbstständiger, Freelancer und Kleinunternehmer Soforthilfe und Geld bekommen.

Corona hat längst die Wirtschaft in Deutschland erfasst. Seit mehreren Wochen besteht mittlerweile ein Kontaktverbot. Viele Unternehmen haben wegen des Virus Kurzarbeit angemeldet. Vom Autozulieferer bis zum Selbstständigen, Freien oder Angestellten ist nahezu jeder betroffen. Deshalb hat der Bundestag Hilfen in Milliardenhöhen und Steuer-Erleichterungen beschlossen - auch der Bundesrat hat diesen Gesetzen bereits zugestimmt. 

Doch viele Betroffenen stellen sich fragen, wie das alles genau abläuft. Wo bekommt man die Soforthilfe? Wer hat in Zeiten des Coronavirus Anspruch auf was? Wie funktioniert das mit dem Antrag? Wir haben Ihnen eine Übersicht zusammengestellt. 

Corona: Selbstständige, Freiberufler, Kleinunternehmer haben Anspruch auf Soforthilfe und Geld

Wegen Corona haben Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen bis zu fünf Mitarbeitern Anspruch auf Soforthilfen in Höhe von 9000 Euro. Wer bis zu zehn Beschäftigte in seinem Unternehmen angestellt hat, bekommt maximal 20.000 Euro. Bei bis zu 50 Beschäftigten sind es auch in Hessen höchstens 30.000 Euro für drei Monate. Voraussetzung für die Auszahlung des Geldes sind wirtschaftliche Schwierigkeiten aufgrund des Coronavirus. Außerdem darf man nicht vor März 2020 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gesteckt haben.

Corona: Soforthilfe gilt maximal drei Monate - Geld-Zahlung kann aber ausgedehnt werden

Für höchsten drei Monate gilt die Geld-Zahlung wegen Corona - allerdings kann die Laufzeit auf insgesamt drei Monate ausgedehnt werden. Dafür muss man ein Büro oder eine Gewerbefläche gemietet haben. Außerdem muss der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert haben. Zurückgezahlt werden muss nur die Summe, die von der Soforthilfe in Zeiten des Coronavirus nicht verbraucht wurde.

Corona: Diese Dokumente benötigen Sie für die Soforthilfe und die Geld-Zahlung

Um die Soforthilfe und damit Ihr Geld wegen der Corona-Krise zu bekommen in Hessen zu bekommen, sollten Sie einige Dokumente bereithalten, damit Ihr Antrag schneller bearbeitet wird. Diese Dokumente haben wir für Sie aufgelistet.

  • Den Personalausweis oder Reisepass.
  • Wenn Sie nicht deutscher Staatsbürger sind, dann nehmen Sie den Ausweis, den Sie benutzen.
  • Ihre Steuerunterlagen.
  • Als Einzelunternehmer benötigen Sie Ihren letzten Einkommensteuerbescheid.
  • Wer mehrere Unternehmen hat, sollte seinen letzten Feststellungsbescheid bereithalten.
  • Das Gleiche gilt für Personengesellschafter.
  • Bei Kapitalgesellschaften: Ihren letzten Umsatzsteuerbescheid (wenn nicht vorhanden: letzte Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Transferticket zur Umsatzsteuer aus ELSTER)
  • Bei allen Unternehmen mit mehr als 5 Beschäftigten: Ihre letzte Lohnsteueranmeldung

Coronavirus: So funktioniert der Antrag auf Soforthilfe wegen des Coronavirus in Hessen 

Beim Antrag auf Soforthilfe wegen des Coronavirus müssen Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen einige Dinge beachten. Wichtig vorab: Wenn sie das Online-Formular 15 Minuten lang nicht nutzen, wird der Antrag abgebrochen. In diesem Fall wird der Corona-Antrag nicht gespeichert. 

  • Sie müssen für den Antrag auf Soforthilfe einige Unterlagen und Informationen wie Ihre Steuernummer und Ihre Bankverbindung bereithalten.
  • Dokumente müssen Sie als Scan oder Foto hochladen.
  • Um das Prozedere zu vereinfachen, hat Hessen eine Anleitung bereitgestellt.
  • Am Ende der Anleitung finden Sie eine Checkliste. 

Übrigens: Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern können neben steuerlichen Erleichterungen und dem KfW-Sonderprogramm von einem Wirtschaftsstabilisierungsfonds profitieren. Das gilt aber auch für kleinere Betriebe, die im Bereich kritischer Infrastrukturen und Sektoren tätig sind. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/Jens Büttner/dpa

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