Hoffnungsträger sind gefragt

Coronavirus: Wer profitiert? Aktie aus NRW schießt in die Höhe - Warnung vor Betrug im Netz

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Gewinner, Verlierer und solche, die es werden wollen. Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus sind enorm.

Betrug im Netz? Ein Unternehmen aus NRW als Gewinner an der Börse und eine kuriose Story aus Australien. Die Gewinner beim Coronavirus.

  • Die Ausbreitung des Coronavirus lässt einige Unternehmen profitieren.
  • Betrüger im Internet versuchen sich an der Krankheit zu bereichern.
  • Ein Safthersteller aus Australien schlägt einen kuriosen Weg ein.

Dortmund - Das Coronavirus hält die Welt weiter in Atem. Leergefegte Regale in den Supermärkten zeigen, dass auch in Deutschland und NRW die Sorge immer größer wird. Es gibt allerdings auch einige Profiteure - und solche, die es mittels Betrug werden wollen, berichtet RUHR24.de*.

Coronavirus: Qiagen aus NRW gefragt - Unternehmen profitiert von der Krankheit

Besonders im nordrhein-westfälischen Hilden dürften nicht nur Sorgenfalten zu sehen sein. Dort befindet sich der operative Hauptsitz des Unternehmens Qiagen. Das Coronavirus (alle Entwicklungen in NRW im Live-Ticker)* lässt die Aktie in die Höhe schießen.

Qiagen bietet Probenvorbereitungs- und Testtechnologien an. Die Testkits der Firma, deren Dachgesellschaft im niederländischen Venlo beheimatet ist, sind insbesondere in China momentan stark nachgefragt.

Coronavirus lässt Aktie von NRW-Unternehmen Qiagen steigen - USA als nächster Schritt?

Aber nicht nur China ist ein wichtiger Absatzmarkt für das Unternehmen aus Hilden. Die weltweite Auslieferung der Coronavirus-Testkits sorgt seit einigen Tagen für ein regelrechtes Hoch der Aktie. Der Wochenbeginn verspricht noch mehr gute Nachrichten.

Denn ab Montag (2. März) könnten auch die USA zu den Kunden von Qiagen zählen. Wie Der Aktionär berichtet, sollen die Testkits zum Nachweis des Coronavirus zur Prüfung an die FDA, die Arzneimittelbehörde der USA, geschickt werden.

Impfstoff gegen Coronavirus? Pharma-Unternehmen aus den USA zählen zu Gewinnern

"Wir arbeiten eng mit Behörden und Kunden auf der ganzen Welt zusammen, um eine schnelle und genaue Diagnose für den Kampf gegen diese tödliche Infektionskrankheit zu ermöglichen", verspricht Qiagen Interim-CEO Thierry Bernard demnach.

Obwohl in diesem Jahr wohl noch nicht mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu rechnen ist, befinden sich einige Biotech-Firmen ebenfalls im Hoch - allen voran "Gilead Sciences" aus den USA. Wie die ARD berichtet, haben chinesische Behörden inzwischen ein Anti-Virus-Medikament des kalifornischen Unternehmens für klinische Versuche zugelassen.

Das Unternehmen Qiagen aus Hilden (NRW) proftiert aktuell vom Coronavirus.

Auch zwei Medikamente des US-Pharma-Unternehmens "AbbVie" sind gegenwärtig Teil einer klinischen Studie in China. Das ebenfalls US-amerikanische Unternehmen für Impfstoffe "Novavax" arbeitet ebenso mit Hochdruck an einem Gegenmittel. Auch hier zeigt der Aktienkurs seitdem steil nach oben.

"Corona-Effekt": Hersteller von Atemschutzmasken profitieren vom Coronavirus

Wenig überraschend läuft es auch für die Hersteller von Schutzmasken alles andere als schlecht an der Börse. So schoss wegen des Coronavirus die Aktie des kanadischen Medizintechnik-Ausrüsters "Alpha Pro Tech" laut ARD um satte 370 Prozent nach oben.

In Deutschland profitierte insbesondere die in Heidenheim an der Brenz ansässige Hartmann-Gruppe vom neuartigen Virus. Der Hersteller von Medizinartikeln verzeichne einen "sprunghaften Anstieg" in der Nachfrage nach Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln.

Andere Unternehmen wollen deshalb auch ein Stück vom Kuchen haben und zu den Profiteuren des Coronavirus gehören. Besonders kurios: Der australische Safthersteller "The Food Revolution" hat seine Abfüllanlagen auf Desinfektionsmittel umgestellt und verzeichnet seitdem deutliche Gewinne.

Coronavirus: Warnung vor Betrug im Internet

Dass sich mit dem Coronavirus Geld verdienen lässt, ruft immer mehr Betrüger auf den Plan. So warnte das Landeskriminalamt Niedersachsen bereits vor einem Fake-Shop im Internet. Auf der Website "PharmacyFirstGmbh.com" wurden Atemschutzmasken zum Verkauf angeboten - nach der Bezahlung wurde die Ware jedoch nie verschickt.

Dabei bedienen sich die Betrüger der falschen Shops den gängigen Maschen wie Links in Spam-Mails. Es ist äußerste Vorsicht geboten, denn die Websites machen mitunter einen äußerst professionellen Eindruck.

Verlierer des Coronavirus: Japanischer Kreuzfahrtanbieter muss Insolvenz anmelden

Zu den großen Verlierern des Coronavirus gesellt sich indes der japanische Kreuzfahrtanbieter "Luminous Cruise", der am Montag (2. März) Insolvenz anmelden musste. "Seit dem 1. Februar haben wir viele Absagen in Verbindung mit dem Coronavirus. Einfach weitermachen hätte zu hohen Verlusten für unsere Gläubiger geführt", äußert sich das Unternehmen.

Video: Wegen Coronavirus: Kreuzfahrtanbieter meldet Insolvenz an

Ohnehin leidet die Tourismusbranche unter den Auswirkungen der Krankheit. Für Reisende, die ihren Urlaub wegen des Coronavirus stornieren wollen*, gilt es einiges zu beachten.

cke

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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