Ölverbrauch weiter auf Tiefstand

Ölpreis-Sturz: Shell in die roten Zahlen abgerutscht - Lagerkapazitäten in den USA nahezu aufgebraucht 

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Shell ist in die roten Zahlen gerutscht. 

Die Öl-Nachfrage ist weiterhin niedrig. Die Lagerkapazitäten werden nach und nach aufgebraucht. Jetzt ist Shell in die roten Zahlen gerutscht. 

  • Die Ölpreise sind infolge der Coronavirus-Pandemie im Keller. 
  • Die geringe Nachfrage in Zeiten des Lockdowns führt zu Niedrigpreisen aus den Ölländern.  
  • Jetzt meldet der britisch-niederländische Ölkonzern Shell an, in die roten Zahlen gerutscht zu sein.
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London/Amsterdam - Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell ist wegen des massiven Preisverfalls für Erdöl in die roten Zahlen gerutscht. Im ersten Quartal machte Shell 24 Millionen Dollar (22,1 Millionen Euro) Verlust, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte Shell noch einen Gewinn von sechs Milliarden Dollar ausgewiesen.

Auch das zweite Quartal werde schwierig, erklärte Shell. Der Preisverfall hatte mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie im März begonnen und setzte sich im April fort. Der Preis für Erdöl aus den USA rutschte zwischenzeitlich sogar erstmals in der Geschichte unter Null.

Corona-Krise: Ölpreise sacken ab - Shell rutscht in die roten Zahlen

Die Nachfrage nach dem Rohstoff hat in der Corona-Krise deutlich nachgelassen, weil weniger Öl gebraucht wird. Zugleich sind in den USA die Lagerkapazitäten nahezu aufgebraucht. Die wichtigsten Förderländer einigten sich unlängst zwar auf eine deutliche Drosselung der Förderung, doch dies blieb bislang ohne Wirkung auf die Preise.

Shell-CEO Ben van Beurden erklärte auf Twitter: „Unter extrem herausfordernden Bedingungen, steht Shell auf, um unsere Menschen zu schützen und Gemeinschaft auf der ganzen Welt zu unterstützen. Wir ergreifen umsichtige Schritte, um unsere Resilienz zu stärken.“

Shell kündigte an, die Förderung von Rohöl und Erdgas sowie die Verarbeitung im zweiten Quartal zurückzufahren. Shell-Chef Ben van Beuren erklärte am Donnerstag zudem, die Dividende werde gekürzt - erstmals seit den 40er Jahren. Bereits im März hatte der Konzern angekündigt, er werde seine Investitionen um fünf Milliarden Dollar auf 20 Milliarden Dollar reduzieren.

Corona-Krise: Shell in die roten Zahlen gerutscht

Auch Konkurrent BP leidet unter dem Preisverfall. BP machte im ersten Quartal 4,4 Milliarden Dollar Verlust. Konzernchef Bernard Looney kündigte bereits Entlassungen an.

Video: Negativer Ölpreis - bekommen wir bald Geld fürs Tanken?

Der Druck auf dem Markt ist angesichts des Preiskriegs mit Saudi-Arabien auch immens hoch. Das hat sich in den vergangenen Wochen auch auf den russischen Ölmarkt ausgewirkt. Bisher hat sich der Ölpreissturz auch teilweise den Verbraucherpreis ausgewirkt. 

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