Branche stark getroffen

Tui in der Corona-Krise: EU-Kommission genehmigt deutsche Staatshilfe in Milliardenhöhe

Niedersachsen, Hannover: Flugzeuge von Tuifly parken am Flughafen Hannover-Langenhagen. (Archivbild)
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In der Corona-Krise soll der Reiseanbieter Tui Unterstützung in Milliardenhöhe erhalten. (Archivbild)

In der Corona-Pandemie sind viele Unternehmen schwer getroffen. Mit unter den ersten, die die Pandemie zu spüren bekamen, sind Reiseanbieter.

Update vom 4. Januar, 19.25 Uhr: In der Coronavirus-Krise sind viele Unternehmen - große wie kleine - nicht nur geschädigt. Sie stehen am Rande ihrer Existenz. Kurz vor der Insolvenz stand auch der Reisekonzern Tui. Nun haben die EU-Wettbewerbshüter deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den Konzern genehmigt. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.

„Tui wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Corona-Krise schwer getroffen“, sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission „erforderlich, geeignet und angemessen“, um eine „beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats“ zu beheben. Der Staat werde „für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen“, betonte Vestager.

Tui in der Corona-Krise: Deutsche Staatshilfe in Milliardenhöhe - Branche besonders stark betroffen

Die Corona-Staatshilfe für den weltgrößten Reiseanbieter Tui ist Teil eines größeren Unterstützungspakets, an dem auch private Investoren beteiligt sind. „Ich begrüße, dass sich auch private Investoren an der geplanten Rekapitalisierung beteiligen. Dies macht weniger staatliche Beihilfen erforderlich und trägt zur Erholung von Tui bei“, sagte Vestager.

Tui hatte im Laufe des Jahres bereits von weiteren staatlichen Hilfen profitiert. Die Tourismusbranche ist neben Luftverkehr und Gastronomie besonders stark vom Nachfragerückgang in der Corona-Pandemie betroffen.

Zu den 1,25 Milliarden Euro des Bundes gehört nach Angaben der EU-Kommission eine stille Beteiligung in Höhe von 420 Millionen Euro, die in Eigenkapital von Tui wandelbar ist. Zudem umfasst das Paket eine nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro sowie eine wandelbare Optionsanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro.

Tui: EU-Kommission genehmigt deutsche Corona-Staatshilfe in Milliardenhöhe

Erstmeldung vom 4. Januar 2021:

Brüssel - Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. (dpa)

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