Talsohle errreicht, Lkw-Geschäft zieht an

Daimler spürt leichte Erholung

STUTTGART / Kassel. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler setzt nach den dramatischen Absatzeinbrüchen auf eine leichte Erholung 2010. Die Auftragsbücher füllen sich in einigen Regionen wieder stärker. Doch die Branche kommt aus einem tiefen Tal, und Daimler rechnet mit nur geringen Zuwächsen. In den deutschen Lkw-Werken sollen mehrere tausend Mitarbeiter voraussichtlich bis Mitte 2010 kurzarbeiten. Davon betroffen sind auch 2200 der insgesamt 3000 Beschäftigten im zentralen Lkw-Achsenwerk in Kassel. 800 Beschäftigte haben dort die Arbeitszeit um 8,75 reduziert.

Die aktuelle Entwicklung signalisiere, „dass der weltweite Nutzfahrzeugmarkt die Talsohle erreicht hat“, sagte Spartenchef Andreas Renschler. Er sehe den Beginn einer leichten Erholung. Von Januar bis Ende November erlitt Daimler einen Absatzeinbruch von 46 Prozent auf 234 686 Lkw.

Im Werk Kassel liegt die Auslastung bei etwa 50 Prozent. Für 2010 rechnet der Betriebsrat mit einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 60 Prozent.

Partner für Kleinwagen

Unterdessen kündigte Konzernchef Dieter Zetsche an, bereits in der ersten Hälfte des neuen Jahres einen Partner für den Bau von Modellen unterhalb der C-Klasse präsentieren zu wollen. Es werde mit mehreren Autobauern gesprochen, darunter auch dem französischen Renault-Konzern. Anders als bei der Mittel- und Oberklasse sei eine Kooperation in der A- und B-Klasse sowie beim Kleinstwagen Smart eine wichtige strategische Entscheidung. „Daher ist es sinnvoll für uns, in diesen Segmenten zu schauen, inwieweit wir mit anderen enger zusammenarbeiten können“, sagte Zetsche. (jop)

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