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Melawear: Gemeinsam Handeln

Firmengründer und ein Teil des Melawear-Teams sitzen gemeinsam im Garten.
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Das ist ein Teil des Melawear-Teams um Firmengründer Henning Siedentopp (3. von rechts).

Wer bei nachhaltiger Mode an kratzende Wollpullover und selbstgestrickte Socken denkt, der kennt Melawear nicht. Das Kasseler Unternehmen steht für stylische, nachhaltige Mode aus 100 Prozent Biobaumwolle und für einen fairen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Erzeugern.

So ist durch die Zusammenarbeit mit der Textilfabrik in Indien für die Mitarbeiter vor Ort garantiert, dass sie einen fairen Lohn bekommen und nicht am Existenzminimum leben müssen.

„Ich wollte immer ein Unternehmen gründen. Wichtig war mir dabei, dass es etwas Sinnstiftendes ist. Dass es ein Textilunternehmen wurde, war Zufall“, sagt Henning Siedentopp, Inhaber von Melawear. Der 35-Jährige ist in Kassel aufgewachsen, in der Öko-Siedlung in Harleshausen. Gegründet hat er Melawear 2014 in Lüneburg, wo er studierte. Der Gründung ging ein Sabbatical in Indien voraus. Da lernte Siedentopp das Land und die Menschen lieben. Mit ihnen arbeitet er nun eng zusammen. Und ermöglicht ihnen ein besseres Leben. Denn vom Baumwollanbau bis zum fertigen Kleidungsstück findet die komplette Produktion der Melawear-Produkte in Indien statt. Maximale Wertschöpfung im Land des Rohstoffes ist der Leitgedanke. „Wir wollen, dass die indische Wirtschaft und die Mitarbeiter von unserer Produktion profitieren. Und natürlich sind die Profite höher, wenn ihnen das Endprodukt abgekauft wird und nicht nur Rohmaterialien“, weiß Siedentopp. In Indien lassen sich alle Produktionsschritte durchführen. Gleichzeitig sind die Transportwege kürzer, wenn man in einem Land produziert. „Auf diese Weise können wir unsere Produktion noch umweltfreundlicher gestalten“, erklärt der Unternehmer. Als weltweit erstes Unternehmen ist es Melawear gelungen, auch Rucksäcke und Sneaker herzustellen, die den anspruchsvollen Standards des Fairtrade Cotton und des Global Organic Textile Standard (GOTS) entsprechen. Dabei orientiert sich Melawear am Cradle-to-Cradle Konzept: alle Materialien bleiben ohne Wertverlust wiederverwendbar. Für die Textile werden ausschließlich nach dem Cradle-to- Cradle Gold Standard zertifizierte Garne verwendet. Durch diese Optimierung ist es möglich, das Textil nach seiner Nutzung industriell wiederaufzubereiten oder zu kompostieren.

„Unser Ziel ist es, den konventionellen Modeunternehmen Konkurrenz zu machen“, sagt Siedentopp. „Wir wollen eine Alternative zu Cos, Zara und Co. sein und zeigen, dass nachhaltig zu leben keine große Veränderung sein muss. Konsumieren soll Spaß machen, dabei sollte man nur probieren, seinen ökologischen Fußabdruck klein zu halten. Und das machen wir.“

Natürlich lebt der Kasseler Unternehmer diese Nachhaltigkeit auch privat, ebenso wie seine Mitarbeiter. Im Unternehmen an der Gottschalkstraße fängt das beim Fairtrade Kaffee an, der dort konsumiert wird und hört beim Ökostrom auf.
Melawear hat 22 Mitarbeiter. Auf 300 Quadratmetern werden in den Räumlichkeiten in Kassel Modekollektionen, Rucksäcke und Schuhe entworfen. In Indien selbst sind drei Mitarbeiter exklusiv für und mit Melawear beschäftigt.

Die perfekten Allrounder: MELA Sneaker sind die weltweit ersten Schuhe, die mit dem Fairtrade Cotton Standard und dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert sind.

Das gesamte Sortiment ist mit dem Fairtrade Cotton Standard und dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Dabei verzichtet Melawear komplett auf Weichmacher, Schwermetalle oder optische Aufheller und schützt somit Haut und Umwelt. Alle Zutaten wie Farbstoffe, Nähgarne oder Schnallen entsprechen den ökologischen Standards von GOTS.
Zu kaufen gibt es die Produkte europaweit in über 250 inhabergeführten Boutiquen, in Kassel etwa bei Soki, Elsbeth, Wildwood und Fingerz. Aber auch in namenhaften Geschäften wie Manufactum und Hess Natur wird das Label verkauft. Und online über Zalando und About You – oder den eigenen Online-Shop: www.melawear.com. (GPE)

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