Neue Tarife zum Winterfahrplan

Bahnfahren wird teurer - Verbraucherschützer sind sauer

+
Bahnreisende müssen sich auf höhere Preise am Ticket-Automaten einstellen.

Die Deutsche Bahn erhöht die Fernverkehrspreise. Richtig teuer wird es für Passagiere, die ihr Ticket erst im Zug kaufen.

Update vom 14. Februar 2019, 11.36 Uhr: Es ist ein echtes Milliardenprojekt: Die Schnelltrasse der Bahn zwischen München und Berlin verspricht im Personenverkehr Rekorde. Doch mehrere peinliche Fehler sorgen nun für ein Fiasko.

Bahnfahren wird teurer - Verbraucherschützer sind sauer

Berlin - Die Deutsche Bahn erhöht zum Start des Winterfahrplans am 9. Dezember die Preise für den Fernverkehr. Das Flexticket wird 1,9 Prozent teurer, die Sparpreise und die erst kürzlich eingeführten Super Sparpreise blieben stabil, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Außerdem steigt unter anderem auch der Preis für die Bahncard 100 um 2,9 Prozent.

Insgesamt ergebe sich eine Preissteigerung von 0,9 Prozent für den Fernverkehr, das sei unterhalb der derzeitigen Inflationsrate, erklärte die Bahn. Richtig teuer wird es hingegen für Passagiere, die ihr Ticket erst im Zug kaufen: Hier wird statt wie bisher 12,50 Euro künftig eine Gebühr von 19 Euro fällig.

Mit dem Start des Winterfahrplans fahren auf der Schnellstrecke zwischen Berlin und München künftig fünf Züge pro Tag und Richtung, bisher waren es drei. Zudem startet die Direktverbindung zwischen Berlin und Wien. Kunden müssen sich wegen Baumaßnahmen auf der Strecke zwischen Hannover und Göttingen zudem auf längere Fahrten einstellen.

Preiserhöhung bei der Bahn „nicht begründbar“ - Verbraucherschützer üben Kritik

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat die Fahrpreiserhöhung der Deutschen Bahn kritisiert. Steigende Preise seien angesichts der derzeit „eklatanten Verspätungen“ im Fernverkehr „nicht begründbar“, sagte vzbv-Verkehrsexpertin Marion Jungbluth am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zunächst müsse die Qualität besser werden. Die Bahn hätte auf die Anhebung zum 9. Dezember lieber verzichten sollen, fügte sie hinzu.

Die Ticketpreise im Fernverkehr steigen nach Angaben des staatseigenen Unternehmens im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Zuletzt kamen 30 Prozent der ICE und IC verspätet an.

Der Fahrgastverband Pro Bahn zeigte Verständnis für unterschiedliche Fahrpreise an verschiedenen Tagen für die gleiche Strecke mit dem Ziel, die Züge gleichmäßiger auszulasten. Bislang habe dieses Vorgehen aber „kaum Steuerungswirkung“, sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann. Denn der Bahnkunde erfahre erst unmittelbar bei der Buchung, ob er am gewünschten Tag mehr oder weniger als an normalen Werktagen zu zahlen habe. Eine vorausschauende Übersicht über die Tagespreise im Internet gebe es bislang nicht.

Das könnte Sie auch interessieren: 26-Jähriger verlangt am DB-Schalter Bargeld - jetzt hat er ein Problem mit der Polizei

AFP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.