Illegale Stahl-Preisabsprachen

Deutsche Bahn will Millionenentschädigung

Berlin - Die Deutsche Bahn will neun Stahl-Hersteller wegen illegaler Preisabsprachen anklagen - davon vier aus Deutschland. Das Unternehmen fordert eine Entschädigung in dreistelliger Millionenhöhe.

Gerd Becht, Bahn-Vorstand für Recht und Konzernsicherheit, kündigte in der "Bild am Sonntag" eine entsprechende Klage gegen "Die kartellbeteiligten Unternehmen haben Gespräche über Schadensausgleich abgelehnt. Deswegen klagen wir jetzt", sagte Becht. Ertappte Kartellsünder würden nach Bechts Einschätzung meistens mit den Behörden kooperieren, lassen die geschädigten Kunden aber abblitzen. "Das lassen wir uns nicht mehr gefallen."

Dem "BamS"-Bericht zufolge richtet sich die Klage gegen ein europaweit agierendes Kartell aus Stahl-Herstellern, das 2010 bereits von der EU-Kommission zu hohen Geldbußen verurteilt wurde. Interne Ermittlungen hätten ergeben, dass die Deutsche Bahn wegen der Preisabsprachen dieses Kartells 18 Jahre lang 48 Millionen Stahl-Beton-Schwellen zu teuer eingekauft habe. Das entspreche ungefähr der Gesamtzahl der in Deutschland verlegten Schienen-Schwellen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.