Bericht: Bahn will Pannenserie bei neuen Zügen vorbeugen

Berlin - Winterchaos und Hitzeschlachten - Pannenserien wie diesen möchte die Bahn bei der geplanten ICx-Flotte vorbeugen. Dazu will der Konzern laut eines Medienberichts den Herstellern geheime Daten zur Verfügung stellen.

Um die Zuverlässigkeit ihrer Fahrzeuge zu verbessern, will die Deutsche Bahn Zugherstellern nach Medieninformationen künftig Betriebsdaten zur Verfügung stellen. Die neue Form der Zusammenarbeit solle erstmals bei der geplanten ICx-Flotte ab 2016 zustande kommen, schreibt der Berliner “Tagesspiegel“ (Montagausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise. Die Eisenbahnindustrie müsse wissen, wie einzelne Komponenten funktionierten und wie zuverlässig sie seien, sagte ein Bahn-Manager dem Blatt. Bislang habe das Unternehmen Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge in Eigenregie erledigt und entsprechende Daten als Betriebsgeheimnis behandelt.

Die Bahn und Zughersteller Siemens stehen offenbar kurz vor dem Abschluss des ICx-Vertrages. Eine Einigung stehe “in näherer Zukunft“ bevor, sagte Siemens-Mobility-Chef Hans-Jörg Grundmann dem Blatt. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte das Volumen kürzlich auf 5,5 Milliarden Euro taxiert. Bestellen will das Unternehmen zunächst 220 Züge.

Dem Bericht nach wird die engere Kooperation zwischen der Bahn und Siemens auch deshalb nötig, weil der Staatskonzern umfangreiche Garantien für die Zuverlässigkeit des ICx verlangt hatte - als eine Konsequenz aus den vielen Pannen bei neuen Zügen. “Wir lassen uns in gewissem Umfang Lebenszykluskosten garantieren“, sagte der Bahn-Manager.

dapd

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