Deutsche Bank macht 1,22 Milliarden Euro Verlust

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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank muss im dritten Quartal einen Verlust von 1,22 Milliarden Euro verbuchen. Schuld daran ist die Postbank.

Die Deutsche Bank ist im dritten Quartal wegen einer Abschreibung auf ihre Beteiligung an der Postbank wie erwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand wegen der rund 2,3 Milliarden Euro hohen Abschreibung auf die bereits gehaltenen Anteile an der Postbank, die bis Ende des Jahres komplett übernommen werden soll, ein Verlust von 1,22 Milliarden Euro. Das teilte der deutsche Branchenprimus am Mittwoch in Frankfurt mit.

Im Investmentbanking konnte die Deutsche Bank erneut glänzen, der Gewinn vor Steuern legte um rund elf Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Zuletzt hatten Konkurrenten wie die Credit Suisse in diesem Bereich deutlich weniger verdient, die UBS rutschte sogar ins Minus. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte noch im September die Erwartungen für das Investmentbanking aufgrund der schwachen Sommermonate etwas gedämpft.

Fortschritte konnte die Deutsche Bank aber auch im Privatkundengeschäft vermelden. Trotz Belastungen bei der übernommenen Privatbank Sal. Oppenheim stieg der Vorsteuergewinn in diesem Segment von 283 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 323 Millionen Euro. Ackermann will die Bank unabhängiger vom Investmentbanking machen und stärkt den Bereich zurzeit mit zahlreichen Übernahmen. Bis Ende des Jahres soll auch die Postbank dazugehören.

dpa

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