Deutsche Bank: Milliardengewinn - Zahlen, die alarmieren

Ein Rekordergebnis im Handel mit Aktien, Währungen und Rohstoffen hat der Deutschen Bank im ersten Quartal einen Milliardengewinn beschert. Ein Kommentar.

Die Erwartungen wurden weit übertroffen: Die Deutsche Bank präsentiert einen Milliardengewinn in der Investment-Sparte. Unglaublich – als hätte es nie eine Krise gegeben. Dabei profitiert die Deutsche Bank auch von einer fehlenden Regulierung am Markt, von tatenlosen Politikern, die den Banken weltweit eine Politik der schleifenden Zügel zugestehen. Zuletzt hat der US-Senat eine Finanzreform blockiert. Trotz vieler Worte ist kein international abgestimmtes Regelwerk in Sicht.

Dieses Quartalsergebnis alarmiert. Denn die Deutsche Bank hat – ob mit oder ohne Risikopuffer – genauso gezockt wie vor der Krise. Sie hat auch ganz wesentlich davon profitiert, dass es noch immer keinerlei Vorgaben für den Handel mit Kreditderivaten gibt.

Ein paar laue Vergütungsvorgaben für Boni schaffen kein stabiles Finanzsystem. Aber in den Reihen der Politik scheint niemand bereit zu sein, aus der Krise Lehren zu ziehen. Stattdessen verschanzt man sich hinter Begriffen wie Überregulierung. Dabei ist dieses Ergebnis Beleg für fehlende Regulierung. Offensichtlich ist es für Politiker einfacher mit Steuergeld Versagen zu kaschieren, als sich mit Lobbyisten auseinanderzusetzen.

mwe@hna.de

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