Freispruch für Banker: Niederlage für die Anklage

Freispruch für fünf Top-Banker der Deutschen Bank: Nach einem Jahr Verhandlungsdauer kam das Münchner Landgericht zu dem Ergebnis, dass Co-Chef Jürgen Fitschen und vier Ex-Manager des Geldhauses nicht vor Gericht gelogen haben. Ein Kommentar von Martina Hummel.

Das Urteil konnte eindeutiger nicht sein: Freispruch auf der ganzen Linie für den aktuellen Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, seinen Vorgänger Josef Ackermann, dessen Vorvorgänger Rolf Breuer und zwei weitere Ex-Top-Manager der Bank.

Die Anklage lautete auf Prozessbetrug – dafür wurden regalweise Akten konfisziert, gesichtet, Beweisanträge gestellt und mehr. Doch in der Wahrheitsfindung ist die Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten nicht vorangekommen. Es war aller Ehren wert, dass die Ermittler herausfinden wollten, welche Rolle die Angeklagten in der Insolvenz des Filmrechtehändlers Leo Kirch spielten.

Doch nun bleiben nach all den Prozesstagen nicht nur die Niederlage, sondern auch ein Scherbenhaufen und der Gesichtsverlust der Staatsanwaltschaft. Offensichtlich wollte diese mit der Anklage ein großes Rad drehen, aber es fehlte an den notwendigen Dokumenten und Zeugen, die dieses Rad hätten in Schwung bringen können. Somit sind die Manager nach dem gestrigen Freispruch erster Klasse weiter vom Tatverdacht entfernt als je zuvor. mwe@hna.de

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