Deutsche Bank warnt vor Euphorie an Finanzmärkten

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Die Deutsche Bank warnt vor euphorischer Stimmung an den Finanzmärkten.

Frankfurt/Main - Die Stimmung an den Finanzmärkten ist derzeit sehr optimistisch - doch die Deutsche Bank warnt davor, in Euphorie auszubrechen.

Mit Blick auf die sehr optimistische Stimmung an den Finanzmärkten bestehe „das Risiko, dass die fiskalpolitischen Schwierigkeiten in den USA und die Folgen der europäischen Schuldenkrise unterschätzt werden könnten“, sagte Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, laut Redemanuskript bei der Hauptversammlung am Donnerstag in Frankfurt. Insgesamt sehe die Bank nach turbulenten Zeiten 2013 aber gute Chancen für eine Stabilisierung der Weltkonjunktur. Die vielen neuen Regeln für die Finanzbranche führten allerdings zu „erheblicher Verunsicherung bei Marktteilnehmern und der Realwirtschaft“.

dpa

Eurobonds und Finanztransaktionssteuer: Instrumente gegen Euro-Krise

Eurobonds und Finanztransaktionssteuer sind seit langem diskutierte Instrumente im Kampf gegen die Euro-Finanzkrise. © ap
Eurobonds sind gemeinsam ausgegebene Anleihen aller Eurostaaten. Bisher zahlen die einzelnen Länder für ihre Staatsanleihen unterschiedliche Risikoaufschläge, also Zinsen für ihre Kredite - je nach dem, für wie zahlungsfähig die Investoren den jeweiligen Staat beurteilen. Mit gemeinsam ausgegebenen Papieren entstünde in der Eurozone ein einheitlicher Zinssatz für alle Euroländer. © dpa
Befürworter von Eurobonds argumentieren, mit Gemeinschaftsanleihen steige die Kreditwürdigkeit der Eurozone als Ganzes. Derzeit können sich Länder wie Spanien und Italien nur noch gegen kritisch hohe Zinsaufschläge Geld zur Finanzierung ihres Haushalts beschaffen. Deutschland hingegen nimmt momentan extrem günstig neue Kredite auf, weil es als sehr zahlungsfähig gilt. © dpa
Mit Eurobonds müsste jedoch auch die Bundesrepublik den Investoren eine deutlich höhere Rendite zahlen. Das würde den Bundeshaushalt stärker belasten. Zudem argumentieren Kritiker der Bonds, dass mit einer Vergemeinschaftung der Schulden der Druck zu Sparmaßnahmen und Reformen in den Krisenländern Südeuropas sinken würde. © dpa
Die Finanztransaktionssteuer soll nach einem Vorschlag der EU-Kommission für sämtliche Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen oder Derivate in allen 27 EU-Staaten gelten. Befürworter wie Deutschland und Frankreich erhoffen sich Einnahmen in Milliardenhöhe. Zudem könnte die Abgabe den sensiblen Hochgeschwindigkeitshandel an den Börsen weniger attraktiv machen. © dpa
Kritiker wie Großbritannien und Schweden fürchten, dass die Steuer Banken und Investoren vertreibt und damit der Wirtschaft in Europa schadet. Eine solche Besteuerung sei wettbewerbsschädigend, solange internationale Finanzplätze nicht mitmachen. © dpa

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