Für 1 Milliarde Dollar

Deutscher schnappt sich US-Kaffeekette

Emeryville - Mit der Übernahme des US-Kosmetikkonzerns Avon war die deutsche Milliardärsfamilie Reimann gescheitert, nun schluckt sie die kalifornische Kaffeehaus-Kette und Rösterei Peet's Coffee & Tea.

Die beiden Seiten seien sich einig, erklärte Peet's am Montag. Der Kaufpreis für das börsennotierte Unternehmen liegt bei rund 1 Milliarde Dollar (825 Mio Euro).

Der Starbucks-Rivale Peet's aus der kalifornischen Kleinstadt Emeryville ist mit seinen kräftigen Röstungen nach europäischem Geschmack bekanntgeworden. Das 1966 gegründete Unternehmen hat Filialen in sechs US-Bundesstaaten, vor allem an der Westküste.

Die neuen Besitzer, der Reimann-Clan, hat sein Milliardenvermögen mit dem Konsumgüterkonzern Reckitt-Benckiser gemacht, der unter anderem das Gesichtswasser Clerasil und Kukident-Haftcreme für dritte Zähne herstellt. Daneben bauten die Reimanns ein Luxus-Imperium auf, dem sie vor einigen Monaten die Kosmetikfirma Avon zuschlagen wollten. Doch das Avon-Management stellte sich quer.

Die Reimanns übernehmen Peet's über ihre Investmentholding Joh. A. Benckiser (JAB). Einen Minderheitsanteil wird die Bank BDT Capital aus Chicago halten. Binnen drei Monaten soll der Kauf abgeschlossen sein, wenn die Peet's-Aktionäre und die Wettbewerbshüter mitspielen. Die Reimanns bieten 73,50 Dollar je Anteilsschein - 29 Prozent mehr als der Schlusskurs von letzter Woche.

dpa

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