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Briefe nicht mehr nach Hause? Was sich schon bald bei der Zustellung ändern könnte

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Die Deutsche Post hat aktuell mit vielen Problemen zu kämpfen. (Symbolbild)
Die Deutsche Post hat aktuell mit vielen Problemen zu kämpfen. (Symbolbild) © Michael Gstettenbauer/Imago

Die Deutsche Post hat aktuell mit vielen Problemen zu kämpfen. Das Wirtschaftsministerium treibt daher einem Medienbericht zufolge Reformen voran.

Berlin – Noch nie gab es der Bundesnetzagentur zufolge so viele Beschwerden über die Deutsche Post – und das, obwohl sie immer weniger Briefe zustellen muss. Kundinnen und Kunden beschweren sich über Briefe, die zu spät oder gar nicht ankommen, über steigende Preise und schlechten Service.

Das Wirtschaftsministerium erwäge daher, Briefe und Pakete an Packstationen zuzustellen, berichtete der Spiegel. Dies sei eine von mehreren Maßnahmen, um die chaotischen Zustände in der Briefzustellung zu beseitigen. Das gehe aus einem internen Papier hervor, das als Grundlage für eine Novelle des Postgesetzes diene, die im nächsten Jahr vorgelegt werden soll.

DHL-Packstationen in Deutschland
Im Jahr 20194500 DHL-Packstationen in Deutschland
20206645 DHL-Packstationen
20218747 DHL-Packstationen
202211.500 DHL-Packstationen in Deutschland geplant
202315.000 DHL-Packstationen geplant
(Quelle: Deutsche Post DHL)

Deutsche Post: Wirtschaftsministerium erarbeitet aktuell Postgesetz-Novelle

Im Koalitionsvertrag hat die Ampel-Koalition aus SPD, Grüne und FDP vereinbart, das Postgesetz zu novellieren. Das Wirtschaftsministerium erarbeite aktuell die Postgesetz-Reform, teilte das Ministerium auf Anfrage von fr.de von IPPEN.MEDIA mit. Jedoch könne man aktuell noch keine Inhalte der Gesetzesänderung benennen – nur so viel: Es gebe im Wirtschaftsministerium „keine Papiere, die eine Zustellung von Briefen in Packstationen vorsehen, wie dies teilweise berichtet wird“.

Künftig sollten sich Kundinnen und Kunden zudem bei einer gemeinsamen Stelle über Probleme bei der Brief- oder Paketzustellung beschweren können. Die Bundesnetzagentur solle „als zentrale Anlaufstelle“ dienen und „die Widerstandsfähigkeit der Postnetze stärken“, heiße es dem Spiegel zufolge in dem Papier.

Seit Oktober gibt es eine Änderung bei der Deutschen Post: Sie gilt für Millionen Kunden.

In diesem Jahr hat die Bundesnetzagentur bereits mehr als 37.000 Beschwerden über die Brief- und Paketdienste gezählt, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, teilte die Bonner Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Gleichzeitig erwartet die Post laut einer Pressemitteilung für dieses Jahr einen Rekordgewinn von rund 8,4 Milliarden Euro, vor allem wegen des Paketgeschäfts von DHL. (cas)

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