Deutschland wird nicht Fußballweltmeister – das berechnen Bank-Analysten

Bank-Analysten berechnen: Deutschland wird nicht Fußballweltmeister

Kassel. Brasilien hat die größten Chancen, Fußballweltmeister 2010 zu werden. Deutschland schlägt sich zumindest wacker. Zu dieser Einschätzung kommen Analysten großer Banken, die sich, den Anstoß in Johannesburg im Blick, einer runden Sache widmen: dem Fußball.

DekaBank, Goldman Sachs und andere sind in guter Kondition. Denn die Volkswirte bedienen sich einer Methode, mit der sich der Welt des Geldes mitunter Volltreffer erzielen lassen: Quantitative Analyse heißt das Verfahren, bei dem man mit Daten aus der Vergangenheit die künftige Entwicklung hochrechnet.

Die Volkswirte der DekaBank unter „Cheftrainer“ Ulrich Kater sehen Deutschland im Halbfinale an Spanien scheitern, während Brasilien das englische Team nach Hause schickt. Im Endspiel Spanien gegen Brasilien wird es spannend: Mit 53 zu 47 Prozent haben die Südamerikaner nur geringfügig bessere Chancen.

Eine statistische Berechnungsmethode der DekaBank, die Spiele der letzten drei Weltmeisterschaften einbezieht, räumt dem Team um Joachim Löw immerhin eine Chance von 13 Prozent ein, Weltmeister zu werden.

2006 hatten die Deka-Analysten beim Finaltipp allerdings mit ihrem Favoriten Argentinien daneben gelegen. Weltmeister wurde Italien.

Auch nach Einschätzung der Investmentbanker von Goldman Sachs heißt der Fußballweltmeister 2010 Brasilien. Die Wahrscheinlichkeit, den World Cup zu holen, liegt bei fast 14 Prozent. Als nächst platzierte Kandidaten für den Weltmeistertitel setzen sie auf Spanien und Deutschland. Chef-Ökonom Jim O’Neill muss bei der Studie in seinem Element gewesen sein: Der Brite liebt Fußball und schickt sich gerade an, den hoch verschuldeten Verein seiner Heimatstadt, Manchester United, gemeinsam mit einer Reihe finanziell gut gestellter Fans zu übernehmen.

Alle WM-Teilnehmer und ihre Kapitäne

Mit analytischer Gründlichkeit nehmen sich die Goldmänner in ihrer Studie „World Cup Report 2010“ auch der Deutschen an und stellen fest: Nach der gegenwärtigen Form könne man es sich schwer vorstellen, dass die Löw-Truppe in Südafrika weit kommt. Aber: Wenn die deutschen Teams erst einmal loslegen, seien sie besser als erwartet und würden von Spiel zu Spiel stärker.

Während DekaBank, Goldman Sachs und auch die Schweizer UBS Brasilien als Fußball-Favoriten setzen, schert die Großbank JP Morgan aus: Sie sieht England als Weltmeister, gefolgt von Spanien und den Niederlanden auf den Plätzen zwei und drei. Für die Briten wäre es ein Fest: Das letzte Mal gewannen sie den Cup, als die Beatles mit „Yellow Submarine“ die Charts stürmten – und das ist 44 Jahre her.

Auch Schulden-Champion Griechenland kann hoffen: Seit es mit der Staatsverschuldung bergauf ging, fand die DekaBank heraus, hat sich das Land stetig in der Fifa-Rangliste verbessert.

Von Barbara Will

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