Deutschlands Maschinenbauer exportieren weniger

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Ein Arbeiter baut in einem Werk der ZF Friedrichshafen AG ein Getriebe zusammen. Foto: Felix Kästle/Illustration

Frankfurt/Main (dpa) - Die Konjunkturabkühlung in China und die Probleme der Ölförderländer bremsen Deutschlands Maschinenbauer.

Die Exporte der deutschen Schlüsselindustrie sanken im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 1,1 Prozent auf 76,7 Milliarden Euro, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt berichtete.

"Damit können wir angesichts der schwierigen Umstände in vielen Regionen der Welt durchaus zufrieden sein", sagte Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Die Exporte nach China sanken deutlich um 11,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, die derzeit in einem Umbauprozess steckt, in den nächsten Jahren stetig abschwächt. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Vereinigten Staaten China als wichtigsten Einzelmarkt für Maschinen "Made in Germany" vom ersten Platz verdrängt. Die Ausfuhren in die USA verringerten sich im ersten Halbjahr leicht um 0,9 Prozent.

Deutlich zu spüren bekam die mittelständisch geprägte Branche die Probleme der Ölförderländer wegen des Ölpreisverfalls. Die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) schrumpften im Durchschnitt um 16,3 Prozent. In einigen Märkten wie Saudi-Arabien und Brasilien war der Rückgang den Angaben zufolge sogar doppelt so hoch.

Als Stabilitätsanker erwies sich aus Sicht der Branche die EU, in die fast die Hälfte (47,3 Prozent) der exportierten Maschinen gingen. Die Ausfuhren in die EU stiegen um 1,7 Prozent, in der Euro-Zone gab es ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

VDMA-Mitteilung

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