Dicke Luft in Betrieben wegen Krise

Düsseldorf - Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland findet, dass das Arbeitsklima im Betrieb seit der Krise schlechter geworden ist. Das ergab eine Umfrage.

Die Konjunkturkrise sorgt für dicke Luft in deutschen Betrieben. Bei einer am Freitag vom Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlichten Umfrage klagten zwei Drittel der Beschäftigten über wachsenden Leistungsdruck. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer berichtete, das Betriebsklima habe sich verschlechtert. Und auch die Aufstiegschancen haben sich nach Einschätzung von 48 Prozent der Befragten verringert. Immerhin 41 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Betrieb die Beschäftigung zurückgegangen sei. In der Metall- und Elektroindustrie waren es sogar 67 Prozent. Das meistgenutzte Instrument zur Reduzierung der Belegschaft war der Umfrage zufolge die Nichtwiederbesetzung frei werdender Stellen.

Außerdem wurden befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und Leiharbeitnehmer gekündigt. Doch bei fast jedem fünften Betrieb kam es der Umfrage zufolge auch zu betriebsbedingten Kündigungen. Viele Beschäftigte spürten die Krise außerdem ganz direkt im Portemonnaie. Mehr als zehn Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Monatseinkommen gesunken sei. Jeder Siebte berichtete, seine Bonuszahlungen seien geringer ausgefallen. Auch Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Zulagen haben sich häufig verringert. Insgesamt hatten sich an der Online-Erhebung nach Angaben der Stiftung rund 10.000 Beschäftigte beteiligt.

DAPD

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